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Nunatak wird Partner von „Manager ohne Grenzen“

Nunatak wird Partner von „Manager ohne Grenzen“

Wer an Afrika denkt, dem kommen nicht als erstes Unternehmer und aufstrebende Start­-Ups in den Sinn. Dennoch gibt es auch in Entwicklungsländern ein Wirtschaftssystem mit Mittelstand und lokalen Kleinunternehmen. Genau diese unterstützt die Stiftung „Manager ohne Grenzen“ aus Stuttgart. Bereits mehr als 150 Projekte in 40 Ländern auf allen Kontinenten hat die Organisation gefördert.

Afrika ist nur ein Kontinent, wo “Manager ohne Grenzen” Kleinunternehmen unterstützt. In 40 Ländern ist die Initiative insgesamt aktiv
Afrika ist nur ein Kontinent, wo “Manager ohne Grenzen” Kleinunternehmen unterstützt. In 40 Ländern ist die Initiative insgesamt aktiv.

Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Entwicklungshilfe und Wirtschaftsförderung: Es werden Manager entsandt, um ihr Know­-How direkt vor Ort an lokale Unternehmer weiterzugeben. Während klassische Entwicklungshilfe früher oft nur aus Geld bestand und dadurch Abhängigkeiten schuf, geht es hier um Hilfe zur Selbsthilfe. Die Stiftung möchte chancenreiche Projekte vor Ort voranbringen und durch Wissens­-Transfer einen wirtschaftlich eigenständigen Mittelstand stärken. Die Projekte kommen aus den Bereichen Handel, Produktion oder Weiterbildung. Dazu kommen soziale Einrichtungen, Existenzgründungsinitiativen oder Land­ und Forstwirtschaft.

Immer mehr Unternehmen sollen von der Unterstützung profitieren

Wir bei Nunatak freuen uns, seit einigen Monaten die Stiftung selbst als strategischer Berater unterstützen zu dürfen. „Unser Ziel ist es, ,Manager ohne Grenzen‘ dabei zu helfen, ihr Angebot auszuweiten: einerseits auf weitere Länder und andererseits auf noch mehr Unternehmen in den jeweiligen Ländern“, sagt Nunatak Managing Director Robert Jacobi.

Workshop zur Kooperation mit „Manager ohne Grenzen” bei uns im Office.
Workshop zur Kooperation mit „Manager ohne Grenzen” bei uns im Office.

Wie das aussehen kann: In Kampala, der Hauptstadt Ugandas, waren „Manager ohne Grenzen“ bereits in mehr als zehn Projekten aktiv. Jedoch kam die Hilfe meist nur einzelnen Unternehmern zugute, die Manager punktuell zu deren Projekt berieten. „Wir helfen der Stiftung nun beim Aufbau sogenannter Business Hubs – also festen ,Außenstellen’ in den jeweiligen Ländern“, so Jacobi.

Enge Zusammenarbeit mit Start­-Ups und Universitäten in Uganda

Diese Einrichtungen können mehrere Unternehmen und Start­-Ups gleichzeitig fördern – für eine ganzheitliche und nachhaltige Armutsbekämpfung. Um die Hubs zu realisieren, benötigt es eine genaue Standortanalyse, feste Partner vor Ort und Crowdfunding­-Konzepte zur Finanzierung. Zudem ist es wichtig, engeren Kontakt mit den Universitäten herzustellen, wo erfahrungsgemäß die meisten Start-­Ups entstehen. Diese gilt es dann, mit dem unternehmerischen Wissen der Manager von Anfang an zu stärken. Robert Jacobi: „Besonders Nunataks Digital­-Know­-how wird sehr wertvoll bei der Skalierung von digitalen Geschäftsmodellen in Uganda sein.“

Durch Wissens­-Transfer einen wirtschaftlich eigenständigen Mittelstand stärken – das ist die Mission von „Manager ohne Grenzen”, hier bei einem Projekt in Uganda.
Durch Wissens­-Transfer einen wirtschaftlich eigenständigen Mittelstand stärken – das ist die Mission von „Manager ohne Grenzen”, hier bei einem Projekt in Uganda.
InsurTech 2.0: Erkenntnisse vom Nunatak Afterwork

InsurTech 2.0: Erkenntnisse vom Nunatak Afterwork

Premiere unserer exklusiven Eventreihe: In entspannter Atmosphäre eröffneten unsere beiden Geschäftsführer Robert Jacobi und Rupert Schäfer gestern Abend das erste Nunatak Afterwork Event. Thema des Abends: „InsurTech 2.0: Kampf oder Kooperation?”. Rund 40 Gäste aus etablierten Versicherungen, Start-Ups und Beratungen nahmen an der offenen Diskussion im Nunatak-Büro unweit des Siegestores teil.

Rupert Schäfer hob die neue Rolle der InsurTechs im Zusammenspiel mit den globalen Playern der Versicherungsbranche hervor: „Die erste Welle der InsurTechs begann mit hohen Erwartungen, was Vertrieb und Digitalisierung bestehender Geschäftsmodelle anging. Die wurden bisher zwar nicht erfüllt”, so Schäfer. „Aber sie hatten erheblichen Einfluss auf die Veränderungsbereitschaft der etablierten Versicherer.“ Diese investieren – als Reaktion auf die neuen Akteure – zunehmend in Start-Ups und gründen auch eigene Innovationslabors. Erfolgreich damit seien aber bei weitem nicht alle: „Vielen etablierten Versicherern fällt es immer noch schwer, neue Denkweisen und Arbeitsabläufe in ihrer Organisation zu verankern.“

Die echte Gefahr sind Tech Titans wie Amazon und Google

Inzwischen hat sich in vielen Unternehmen auch die Erkenntnis durchgesetzt, dass InsurTechs gar nicht die wirkliche Gefahr sein im Konkurrenzkampf um den Versicherungskunden der Zukunft – im Gegenteil: Durch strategische Partnerschaften und gemeinsame Initiativen können sich InsurTechs und etablierte Versicherer sogar sinnvoll ergänzen. Investitionen und M&A-Aktivitäten nehmen daher auch spürbar zu.

Managing Partner Rupert Schäfer (2.v.r.) beim Nunatak Afterwork in unserem Münchner Büro.
Managing Partner Rupert Schäfer (2.v.r.) beim Nunatak Afterwork in unserem Münchner Büro.

Die große Unbekannte hingegen seien „Tech Titans“ wie Amazon und Google. „Deren Zukunftsstrategien, was Versicherungen und die digitale Kundenschnittstelle angeht, sind noch weitgehend unklar“, sagte Schäfer. „Und das raubt deutschen CEOs von allen Bedrohungen derzeit am meisten den Schlaf.“ Zurecht, wie auch unser Nunatak Update Paper „InsurTech 2.0″ zeigt: So würden bereits 30 Prozent der Menschen weltweit heute eine Versicherung eher bei einem der Tech Titans abschließen als bei einem klassischen Versicherer.

Wieso die Disruption im Versicherungssektor auch Chancen birgt

Die Herausforderungen der Digitalisierung waren auch Hauptthema der anschließenden Diskussionsrunde mit Branchenexperten wie Stefan Daehne (ADAC Versicherung), Hermann-Josef Knipper (R&V), Klaus Driever (Allianz Deutschland), Frank Birzle und Maximilian Rast (ottonova), Simon Kolkmann (RYSKEX) sowie Matthias Mierisch (Speedinvest).

Eine wichtige Erkenntnis: Das Thema Vertrauen ist ein großes Asset der großen und etablierten Versicherungen mit teilweise jahrzehntelanger Erfahrung und Markenpräsenz. Die neuen Player haben es bislang noch nicht geschafft, dieses Vertrauen aufzubauen – und in einer immer digitaleren Welt mit flüchtigen, virtuellen Touchpoints wird Vertrauensaufbau zunehmend schwierig.

Einigkeit herrschte auch darüber, dass die – ohnehin unvermeidbare – Disruption im Versicherungssektor nicht nur Damoklesschwert ist, sondern auch Chancen birgt: Die Branche steuert auf eine Ko-Existenz etablierter und neuer Akteure zu – vorausgesetzt, die klassischen Versicherer nehmen den Change-Prozess an. Sich, wie es manche derzeit tun, hinter der Regulatorik der Gesetzgeber zu verstecken, ist hingegen kurzsichtig.

Rupert Schäfers Fazit: „Abende wie dieser und unsere Gespräche mit Versicherern und Investoren zeigen, dass die Digitalisierung der Branche noch lange nicht ausgereift und kundenorientiert umgesetzt ist. Mit anderen Worten: Das Spiel hat gerade erst begonnen.“

Das nächste Nunatak Afterwork ist bereits in Planung. Details folgen in Kürze.

HoBB – der neue Hotspot für digitale Querdenker

HoBB – der neue Hotspot für digitale Querdenker

“If software is eating the world, we might as well have a glass of wine.” Das war das Motto im „House of Beautiful Business“ (HoBB), einer eher ungewöhnlichen Konferenz, die letzte Woche parallel zum Web Summit in Lissabon stattfand.

Gemeinsam mit 300 weiteren Gästen und„Bewohnern” des HoBB folgte unsere Beraterin Anna-Maria Lange der Einladung von Gastgeber Tim Leberecht, Autor, Berater und selbsterklärter „Business-Romantiker“ und seinem Team.

Thematisch beschäftigte sich die Veranstaltung insbesondere mit neuen Wegen, um die Arbeitswelt in Zeiten von Algorithmen und datengesteuerten Prozessen menschlicher zu gestalten und den Fokus mehr auf die Bedürfnisse der Menschen in einem Unternehmen zu richten. Das Event fand in den stilvollen Räumlichkeiten des Gallery Houses statt, einem Vintage Boutique Hotel mitten im hippen Trendviertel São Bento. Der intime Rahmen lud die Gäste dazu ein, anregende Gespräche zu führen, sich zu begegnen und gemeinsam positive Visionen für die Verbindung von Technologie und Menschlichkeit zu entwickeln.

Das sorgsam kuratierte, überaus dichte Programm bestand aus den unterschiedlichsten Formaten von Talks und Panels über Masterclasses, Exkursionen und Late-Night-Salons bis hin zu kreativen Happenings im Museum, im Musikstudio oder bei philosophischen Abendessen in kleiner Runde. Unter den Teilnehmern trafen Unternehmer und Visionäre der Geschäftswelt, z.B. von Technologieunternehmen wie Google, Siemens und AirBnB auf Künstler, Designer, Philosophen und Wissenschaftler aus aller Welt.

Recruiting 2020: Predictive Analytics ersetzen den Personaler

Zu Anna-Marias persönlichen Highlights zählten u.a. ein Gespräch mit Jacob Hsu, CEO von Catalyte, über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bereich Human Resources. Hsu gab Einblicke, wie sein Unternehmen Predictive Analytics und Algorithmen bei der Rekrutierung und Ausbildung von Softwareentwickler-Teams nutzt. Statt Top-Abschlüssen von renommierten Universitäten werden Kompetenzen gemessen, die sich nicht im CV widerspiegeln, allen voran Neugierde sowie Lern- und Anpassungsfähigkeit. Vorhandene Vorurteile im Rekrutierungsprozess werden somit ausgeklammert.

Ein weiterer Höhepunkt war der Beitrag des Philosophen Christoph Quarch über den Sinn und Nutzen von Spielplätzen in Unternehmen. Im Spiel, so Quarch, entfaltet der Mensch sein Potential. Er experimentiert, ist kreativ und hat keine Angst davor, zu scheitern. Diese Eigenschaften fordern auch Unternehmen zunehmend von ihren Mitarbeitern. Allerdings brauche es hierfür Freiräume, in denen zweckfreies Handeln erlaubt ist, in denen also in erster Linie der Prozess zähle und nicht das Ergebnis, was Unternehmen vor große Herausforderungen stelle.

Natürlich kam auch das Kreative nicht zu kurz: Neben geselligen Back- und Kochsessions, die vom Hermann’s-Team rund um Verena Bahlsen angeboten wurden (immer begleitet von einer philosophischen Frage, über die die Teilnehmer reflektieren konnten), hielt sich Anna-Maria – selbst passionierte Musikerin – gerne im Musikstudio auf, um aufzutanken und mit anderen Teilnehmern, Speakern und den beiden Musicians-in-Residence zu jammen. Bei der Gelegenheit wurde sie auch eingeladen, den eigens für die Konferenz komponierten Song mit aufzunehmen, der bei der Abschlussveranstaltung präsentiert wurde.

Aufnahme-Session beim "House of Beautiful Business" (HoBB) in Lissabon während des Web Summits
Aufnahme-Session beim „House of Beautiful Business“ (HoBB) in Lissabon während des Web Summits

Anna-Marias Fazit: „Die Atmosphäre war wirklich sehr inspirierend und lebendig. Das lag nicht zuletzt an dem überaus aufgeschlossenen, herzlichen und reflektierten Publikum aus aller Welt. Jeder Einzelne war unglaublich offen für anregenden, tiefgründigen Austausch zu neuen Ideen und Visionen jenseits der üblichen Buzzwords. Eine einzigartige Erfahrung!“

Und nicht zuletzt profitieren wir auch bei Nunatak davon: Neuigkeiten über unser New Work-Projekt Nunatak 3.0 gibt es bald hier auf dem Blog.

„Medientage München 2018“: Shaping the media future

„Medientage München 2018“: Shaping the media future

„Engage! Shaping Media Tech Society“ – das war das Motto der diesjährigen Medientage München. Aus Nunatak-Sicht war das Verschmelzen von Kommunikations- und Technologie-Branche das interessante Thema.

Es gibt wohl wenige Messen, die sich in den vergangenen Jahren derart schnell transformiert haben. Vor zehn Jahren noch war die Konvergenz von Online- und Print-Medien das Debattenthema Nr. 1, heute geht es um Blockchain, den technologischen Vormarsch Chinas und Künstliche Intelligenz.

Unsere beiden Managing Partners waren wieder als Speaker auf der Messe dabei: Während Rupert Schäfer das Panel „Real World Apps – Cryptocurrencies, Smart Contracts et al: How the Blockchain is triggering innovation“ moderierte, widmet sich Robert Jacobi in seinem Vortrag dem Thema „Vermarktung – Lokale Allianzen vs. globale Giganten“. Im Zentrum steht dabei der Wettstreit der kooperierenden, nationalen Unternehmen mit den großen Playern im globalen Markt. Kurz gesagt: die Bertelsmänner und Springers gegen die Googles, Amazons und Facebooks.

Der Fokus von Roberts Vortrag liegt dabei auf der Frage, wie sich David gegen Goliath am besten behaupten kann. Auf diese fünf Punkte sollten lokale Player ihr Augenmerk gezielt richten:

  1. Werbekunden wollen mehr – und zahlen dafür
  2. Investition in Technologie lohnt sich
  3. Daten sind nicht alles, aber ohne Daten ist alles nichts
  4. Eine Freundschaft ist noch keine Allianz
  5. Entscheidend ist nur ein Faktor: Relevanz!

     

In einer anschließenden Diskussionsrunde erörtert er mit weiteren Experten aus der Digitalbranche, was die Übermacht der globalen Player bedeutet, welche lokalen Allianzen es beispielsweise gibt und wie sich diese entwickeln. Auch wird geklärt werden, welche Erwartungen der Werbekunde grundsätzlich hat und in Zukunft erfüllt werden müssen.

„Riesige kulturelle Unterschiede im Mindset“

„Riesige kulturelle Unterschiede im Mindset“

Das von vielen Experten prognostizierte Erdbeben in der Versicherungsbranche durch InsurTechs ist ausgeblieben. Kollaboration statt Disruption lautet das neue Leitmotiv.

Unser neues Update Paper InsurTech 2.0 skizziert die anhaltende Neuordnung im Versicherungsmarkt: Immer öfter kommt es zum Schulterschluss zwischen den etablierten Versicherungskonzernen und den innovativen Start-ups. Wie es in Zukunft weiter gehen wird, prognostiziert unser Managing Partner Rupert Schäfer.

Sind InsurTechs immer noch die größte Bedrohung für Versicherungsunternehmen? Rupert Schäfer: Nein, im Gegenteil. Sie haben der Branche extrem geholfen, zukunftsfähig zu bleiben, und helfen dabei weiterhin.

Wie meinen Sie das? Als sich die ersten Start-ups 2012 des Themas Versicherung angenommen haben, bekamen einige Manager in den etablierten Konzernen Angst vor Disruption. Sie dachten an Amazon und den Buchhandel. Und sie wussten: Sie sind der Buchhandel. Also haben sie Hunderte Millionen in alle Arten von Digitalisierung investiert, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das war auch dringend notwendig, der Versicherungssektor hinkte und hinkt hier anderen Branchen stark hinterher. So gesehen können die großen Unternehmen den InsurTechs dankbar sein.

Disruption ist ausgeblieben: Sind InsurTechs also gescheitert? Wenn man Erfolg daran festmacht, ob ein Start-up den großen Playern signifikant Marktanteile abnimmt, dann sind InsurTechs nicht erfolgreich. Disruption wie in der Musikbranche, wo MP3 und Streaming die CD abgelöst haben, findet bislang nicht statt. Dennoch haben InsurTechs hohe Erwartungen in die Innovationen von Geschäftsmodellen geweckt. Die Zahl und Größe der Investments in diesen Sektor steigt seit 2016 kontinuierlich. Den etablierten Unternehmen geht es dabei um strategische Partnerschaften, um Wissenstransfer und Sicherung der eigenen Innovationsfähigkeit.

Funktionieren diese Partnerschaften? InsurTechs haben erkannt, dass sie als strategische Partner der großen Unternehmen viel bessere Chancen haben. Denn sie haben es bis heute schlicht nicht geschafft, ausreichend eigene Kunden zu gewinnen. Was sie besser können als die traditionellen Player, sind schnelle agile Entwicklungsprozesse und radikales Denken vom Kunden her. Das muss nun in den Konzernen und damit beim Kunden ankommen.

Wird das klappen? Die Kunst wird sein, die riesigen kulturellen Unterschiede im Mindset zwischen Konzern und Start-up zu bewältigen. Dieser Prozess kostet Zeit und Geduld. Wer das als Unternehmen nicht ernst nimmt und nicht mit einem nachhaltigen Change Management Prozess begleitet, frustriert am Ende alle: die alteingesessenen IT-Mitarbeiter und die jungen Wilden mit Bart und Wollmützen.

Neugierig geworden? Hier geht’s zu unserem aktuellen Update Paper InsurTech 2.0!

Digital-Party und Talks in Tel Aviv: Das #DLD Innovation Festival 2018

Digital-Party und Talks in Tel Aviv: Das #DLD Innovation Festival 2018

Israel ist das Startup-Land schlechthin: 1000 Firmen im Tech- und Online-Sektor werden jedes Jahr gegründet. Nur ein kleiner, aber besonders relevanter Teil davon ist diese Woche auf der DLD Konferenz in Tel Aviv präsent – einer Mischung aus Konferenz, Festival und Urban Happening. Dazu die üblichen Verdächtigen wie Google oder Amazon, die auf eigenen Flächen in der Location “Old Train Station” vor allem das Thema Cloud vermitteln.

Auf den Panels schwitzen bei Temperaturen von über 30 Grad und teils überforderten Klima-Ventilatoren auch viele Vertreter von Großkonzernen aus der ganzen Welt, die über ihre Ansätze und Probleme bei der digitalen Transformation berichten. Künstliche Intelligenz, die Zukunft von Mobilität und Finance, Educational Technology (EdTech) und Cybersecurity sind wichtige Themen. Dazu auch die digitale Story von Tel Aviv, einer der innovativsten Städte der Welt.

Hier ein paar fotografische Eindrücke von Nunatak-Partner Robert Jacobi. Übrigens, die DLD-Konferenz in München ist ein wichtiger Teil der Nunatak-Story: Dort haben sich Robert und Rupert Schäfer, der zweite Partner und damals DLD Producer bei Hubert Burda Media, 2007 kennen gelernt.

Nunatak-Workshop „Storytelling“: Lernen von Mr. Bean

Nunatak-Workshop „Storytelling“: Lernen von Mr. Bean

Was können Content-Manager eigentlich so vom tollpatschigen Mr. Bean lernen?
Eine ganze Menge! Das machte neulich unser exklusiver Workshop „Storytelling im B2B“ deutlich, zu dem wir ausgewählte Manager aus der werbungtreibenden Wirtschaft geladen hatten. Lektion eins: erst mal ein Snickers mampfen!

Doch der Reihe nach:

Der Host der Veranstaltung, Silke Bonarius, führte vorneweg in das Thema ein, stellte verschiedene Storytelling-Formate für Digital Natives vor und spielte anschließend den Youtube-Clip „United breaks guitars“ – ein musikalischer Rant des Kanadiers David Carroll und seiner Band Sons of Maxwell. Carroll schildert darin, wie er die Zerstörung seiner Gitarre vor einer Flugreise mit United Airlines selbst mitansehen musste – für Musiker eine Höllenqual.
Der Clip ging mit über 18 Millionen Klicks viral, löste ein weltweites Medienecho aus und hat inzwischen einen eigenen Eintrag auf Wikipedia – auch das ist Content-Marketing, mit einfachen Mitteln, aber enorm effektiv.

Wie man das systematisiert, erklärte Janis Schibalski, Digital Strategy Consultant bei der Agentur Neofonie: Anhand von mehreren Kriterien lasse sich eine Content-Strategie herleiten – das Ganze ist also weniger Hexenwerk einiger Kreativer, sondern vielmehr Ergebnis essentieller, strategischer Überlegungen.
Und dabei helfen einige zentrale Fragestellungen. Wie dies in der Praxis aussieht, machte Schibalski am Beispiel des Snickers-Spots mit Mr. Bean deutlich. Der Leitfaden sah in dem Fall so aus:

  • Was? Um welches Produkt handelt es sich? Hier also um einen Schokoriegel.
  • Für wen? Wer ist die Zielgruppe? Die Antwort liegt auf der Hand: Hungrige Verbraucher im weitesten, Schokoliebhaber im engeren Sinne.
  • Konkurrenz? Wer sind die Mitbewerber? In diesem Fall: Milka, Kitkat, Hanuta
  • Was ist das Thema? Worum geht es? Versagen abwenden
  • Was ist der Konflikt? Mögliches Versagen versus Mission bestehen
  • Was sind die Widerstände? Unkonzentriertheit, Hunger
  • Was ist die Botschaft? Du bist nicht Du selbst, wenn Du Hunger hast
  • Wer ist der Protagonist? Ein Testimonial mit Defiziten, je nach persönlichem Geschmack witzig oder lächerlich
  • Was ist die Mission? Ninjas besiegen, Abenteuerlust
  • Was ist das Excalibur? Was ist das „magische“ Element, das zum Sieg verhilft? Darauf gibt es dann nur eine Antwort: Snickers

So scheinbar einfache Zutaten auch für die komplexe B2B-Welt?
Ja, meint der Digital-Stratege, denn auch Business-Entscheidungen werden nie nur rational getroffen. „Jeder Mensch entscheidet emotional beeinflusst“, so Schibalski: „Zwei Drittel der Manager geben sogar offen zu, dass Bauchgefühl hier eine tragende Rolle spielt. Die übrigen sind vielleicht noch nicht so weit in der Selbsterkenntnis“. Und deshalb würden Storytelling-Ansätze wie wir sie eher von den Hollywood-Blockbustern kennen – also zum Beispiel „Monster überwinden“, „Vom Tellerwäscher zum Millionär“, „Reise und Rückkehr“, oder „Wiedergeburt“ – eben auch im B2B-Umfeld funktionieren.

In anschließenden Workshops konnten die Teilnehmer sich dann selbst mal am Storytelling ausprobieren – dabei ging es um ein neues Produkt für einen Mobilitätsdienstleister, Green Banking und Projektmanagement. Für anschließende Diskussionen war gesorgt – denn, ob richtig oder falsch lässt sich in dieser Disziplin vorweg nie sagen. „Es gibt keine Patentrezepte“, gab der Content-Experte den Teilnehmern mit auf den Weg. Wichtig sei vor allem Authentizität, denn die sei Voraussetzung für Vertrauen und das sei wiederum die Voraussetzung für die meisten Business-Entscheidungen.

 

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Über den Dächern des Glockenbachs: Die Nunatak-Familie feiert den Sommer

Über den Dächern des Glockenbachs: Die Nunatak-Familie feiert den Sommer

         

Eine laue Sommernacht und die komplette Rooftop-Bar des Flushing Meadows in der Fraunhoferstraße für uns allein. Perfekte Voraussetzungen für das Nunatak Sommerfest also. Ab halb sieben begannen vergangenen Freitag die etwa 70 Gäste langsam einzutrudeln. Geladen waren natürlich alle aktuellen Nunatakeers, sowie Alumni, Zukünftige und Partner aus dem Nunatak-Netzwerk. Gemäß der Devise „Partnerschaften stärken“ stieg die Party zum ersten Mal in diesem etwas größeren Rahmen. Bewusst so von unseren Managing Directors Robert und Rupert gewählt, um bestehende Nunatak-Freundschaften zu festigen und neue zu schließen. Alle sollten sich einmal kennenlernen. So bekommen die jetzigen Mitarbeiter eine Verbindung zu den Ehemaligen und die Externen erfahren, was bei Nunatak gerade los ist. Entsprechend locker und familiär war auch die Stimmung auf der mit silbernen Nunatak-Luftballons geschmückten Terrasse. Verköstigt wurden wir mit Fingerfood in Form eines Flying Buffets, das keine Wünsche offen ließ.

         

Wer auf der Wiesn am längsten durchhält, bekommt den Vertrag

Neben diesen traumhaften Rahmenbedingungen hatten sich unsere beiden Unternehmensgründer für ihre Ansprache etwas ebenso Besonderes ausgedacht. Sie machten sich die Mühe, zu jedem, der bei Nunatak arbeitet oder gearbeitet hat, etwas Persönliches zu sagen: Von den ersten Mitarbeitern bis zum neuesten Praktikant – natürlich immer mit einem Augenzwinkern. Über unsere zukünftige Managerin Juliane sagten sie etwa: „Juliane wechselt bald von CHECK24 zu uns. Ich bin mir sicher, dass sie die Verträge gut verglichen hat“. Und auch die Ehemaligen wurden humorvoll vorgestellt: „Hai wurde damals eingestellt, weil er auf der Wiesn am längsten durchgehalten hat“ oder „Konsti, unser bislang erster und letzter Bayernspieler im Team“.

War die Rede das Highlight? Oder doch der plötzlich auftauchende Clown? Dieser drehte kunstvolle Luftballontiere für die Gäste. Die Reaktionen: Einige Gäste waren doch eher – sagen wir mal – überrascht, andere hellauf begeistert. Aber eine Überraschung ist Rupert damit auf jeden Fall gelungen. Niemand wusste es. Die Organisatorin Mona dachte die ganze Zeit über, er habe sich in der Veranstaltung geirrt. Und auch die Entstehung der Idee lässt einen schmunzeln: Rupert hatte den Clown zuvor auf einem Kindergeburtstag gesehen, befand ihn für witzig und lud ihn daraufhin ein.

         

Bei netten Gesprächen unter Kollegen und Freunden in entspannter Atmosphäre ging der Abend zu Ende. Ein paar Hartgesottene haben es dann sogar noch bis ins Bob Beaman geschafft.

 

Nunatak auf der Influencer Marketing Conference 2018: Die 5 wichtigsten Schritte zum Einstieg

Nunatak auf der Influencer Marketing Conference 2018: Die 5 wichtigsten Schritte zum Einstieg

Wissensaustausch, Praxisbeispiele, Erfolgsmodelle – auf der Influencer Marketing Conference 2018 in München referierten elf hochkarätige Experten über ihre praktischen Erfahrungen mit der schnell wachsenden Marketing-Disziplin. Dabei waren sowohl die Aha-Momente in der Zusammenarbeit mit den neuen Meinungsmachern, als auch die Stolpersteine in der Umsetzung ein heiß diskutiertes Thema.

Die Zahlen belegen: um das Thema kommt keiner mehr herum. So stieg das Budget für Influencer Marketing in 2017 um 67 Prozent und die Nachfrage nach spezialisierten Influencer Marketing Managern legte um sagenhafte 270 Prozent zu. Deshalb lag der Fokus der Veranstaltung auch nicht auf der Frage, ob Unternehmen Influencer Marketing anwenden sollen. Vielmehr wurde diskutiert, wie die neue Marketing-Disziplin richtig eingesetzt werden kann.

Unser Managing Director Rupert Schäfer stellte den Workshop-Teilnehmern fünf Schritte zum Einstieg ins Influencer Marketing vor:

1. Wer ist der richtige Influencer für die eigene Marke?

Mag die Disziplin auch jung und hip sein: Ohne strategische Vorarbeit geht’s eben auch im Influencer Marketing nicht. So richtet sich die Auswahl der richtigen Multiplikatoren allein nach den übergeordneten Marketing-Zielen. Für einen schnellen Reichweiten-Aufbau und die Verjüngung der Zielgruppe mögen die angesagten Youtuber richtig sein. Beim langfristigen Dialog mit der Zielgruppe und der glaubwürdigen Kommunikation der Produktbenefits bringen sich eher die Micro-Influencer mit ihrem Spezialwissen ins Spiel. Die entscheidende Frage „Was will ich wem wie sagen?“ hat im Influencer Marketing also nicht an Gültigkeit verloren.

2. Wie sieht die optimale Art der Zusammenarbeit aus?

Auch hier steht am Anfang die strategische Weichenstellung: aktionsbezogenes Influencer Marketing oder langfristig angelegte Influencer Relations? Beide funktionieren nach jeweils völlig anderen Gesetzmäßigkeiten. Im ersten Fall geht es um eine schnelle und hohe Sichtbarkeit in der Zielgruppe, wie sie Unternehmen etwa bei Produkt-Launches benötigen. Influencer werden hier entsprechend für diesen Reichweiten-Push entlohnt. Bei Influencer Relations steht wiederum der langfristige Dialog mit der Zielgruppe im Fokus. Die eingesetzten Multiplikatoren werden dabei häufig mit Produkt-Samples, Gutscheinen usw. incentiviert.

3. Wie soll die Influencer-Kampagne in der Praxis umgesetzt werden?

Wie in jeder Marketing-Disziplin haben sich auch im Influencer Marketing zahlreiche Intermediäre zwischengeschaltet. Agenturen, die die zahlreichen Star-Influencer vermarkten oder auch Plattformen, die eher auf die Zugkraft der Micro-, Mid-Level-Influencer und der Rising Stars mit einer Reichweite von bis zu einer Million Follower setzen. Eine Alternative geht in der hitzigen Fach-Debatte dabei öfters unter: die Inhouse-Lösung. Ähnlich wie im Programmatic Advertising oder auch im Content Marketing scheint es auch im Influencer Marketing nicht ganz abwegig, dass sich Werbetreibende selbst die Kompetenzen aneignen. So könnten sie die langfristige Abhängigkeit von ihren Dienstleistern reduzieren.

4. Welchen Stellenwert hat die Erfolgsmessung?

Wer Marketing als eine Investition und eben nicht als einen Kostenblock versteht, will auch beim Influencer Marketing den ROI bestimmen. Die Erfolgsmessung richtet sich dabei ganz nach dem definierten Marketingziel: Image kann über Marktforschung, Absatzsteigerung durch die Messung in definierten Testgebieten und die Interaktion über die Social Kanäle und Blogs bestimmt werden. Nur so lässt sich eine direkte Vergleichbarkeit mit den weiteren Marketing-Disziplinen ermitteln.

5. Wie fügt sich Influencer Marketing in den klassischen Marketing-Mix ein?

Marketing funktioniert ganzheitlich. Influencer Marketing kann – richtig eingesetzt – seinen Anteil zum Gelingen beitragen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt und richtig orchestriert sind. Doch, ob dies ein harmonisches Klangbild ergibt, bestimmt nur einer: der Dirigent.

Neben Rupert standen unter anderem Torsten Oppermann, CEO von MSN.Digital, Alexander Pühringer, CEO Linkilike, und Torsten Panzer, Vorstandsvorsitzender des PR Club Hamburg auf dem Podium. Der Autor Dr. Erwin Lammenet hielt eine Keynote. Ein Video-Interview mit ihm und mehr Infos zur Influencer Marketing Conference 2018 findet ihr hier.

Stefan Hopf auf dem All Member Summit des BRI: „Die Legislative verliert den Anschluss“

Stefan Hopf auf dem All Member Summit des BRI: „Die Legislative verliert den Anschluss“

Mitte Juni war unser Blockchain-Experte Stefan Hopf in New York beim All Member Summit des Blockchain Research Institutes. Das sowohl durch Unternehmen als auch staatlich geförderte Institut unterstützt über 70 Blockchain-Projekte unterschiedlichster Branchen und gilt als eines der führenden Think Tanks in diesem Bereich. Neben seiner Beratertätigkeit bei Nunatak ist Stefan seit Mai 2017 dort als Researcher aktiv. Dafür verfasste er das Whitepaper „Blockchain: The Emerging Platform for Manufacturing 4.0“, das er beim Summit vorstellte. Wir haben bei Stefan nachgefragt, wie es im Big Apple war:

Stefan, was sind deine wichtigsten Learnings von der Veranstaltung?

Wenn sich so viele internationale Top-Experten zu dem Thema treffen, geht’s natürlich auch immer ums große Ganze – also wie die Blockchain die Wirtschaft und Gesellschaft von morgen verändern wird. Aber eben nicht nur: Der Summit hat sich auch ganz konkret mit den praktischen Anwendungen der Technologie beschäftigt. Er machte deutlich, dass sich vor allem mit der Koppelung von angrenzenden Innovationen wie AI und IoT völlig neue Perspektiven ergeben. Doch alles hat bekanntlich auch eine Kehrseite – die Risiken dieser Entwicklung hat die Veranstaltung nicht ausgeblendet.

Welche sind das zum Beispiel?

Immer stärker zeigt sich: Die Legislative läuft der rasanten technischen Entwicklung deutlich hinterher. Die weltweite Regulierung dazu steckt noch in den Kinderschuhen, und jedes Land verfolgt teilweise völlig unterschiedliche Ansätze. Das ist fatal, weil die Blockchain eben keine Grenzen kennt. Hier muss ganz schnell etwas passieren, denn die Blockchain ist viel mehr als reine Zukunftsmusik.

Welche interessanten Leute hast Du getroffen?

Das waren sicherlich die Kanadier Don und Alex Tapscott, die in ihren zahlreichen Publikationen eindrucksvoll schildern, wie die Technologie hinter Bitcoin nicht nur das Finanzsystem, sondern die ganze Welt verändert. Doch der Summit schafft auch immer den Brückenschlag in die Praxis. Zahlreiche US-Konzerne wie FedEx oder Procter and Gamble haben hier ihre Pilotprojekte vorgestellt. Auch für weitere Blockchain Pioniere, wie zum Beispiel von IBM, SAP, Accenture und Tencent, war die Veranstaltung ein Muss. Und klar: Der fachliche Austausch und das Networking gehören natürlich dazu – bei einer so hochkarätigen Besetzung ist das immer inspirierend und bietet echten Mehrwert.

Beschreibe kurz worum es in Deinem Vortrag ging:

Das kurz zu beschreiben, ist gar nicht so einfach – schließlich geht es um ein hochkomplexes Thema: im Kern um die Anwendungsmöglichkeiten von Blockchain im Fertigungsbereich und in Lieferketten. Hierzu habe ich neue Forschungsergebnisse präsentiert und gezeigt, wie über die Technologie der unternehmensübergreifende Datenaustausch und die Automatisierung von Geschäftsprozessen verbessert werden.

Wie war die Atmosphäre? Anders als bei deutschen Events?

Wie so oft in den USA ging es auch hier deutlich lockerer zu als auf entsprechenden Veranstaltungen in Europa. Auch die Diskussionen haben sich offener und weniger dogmatisch gestaltet.

Die Entwicklung von Blockchain in den USA vs. Deutschland: Wo gibt es Unterschiede, wo gibt es Gemeinsamkeiten?

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die USA insgesamt experimentierfreudiger und schneller in der praxisnahen Anwendung sind. Eine Gemeinsamkeit sehe ich im allgemein großen Interesse am Thema Blockchain seitens der Industrie.

Gab es sonst noch etwas Besonderes?

Die Gespräche mit chinesischen und indischen Industrievertretern machten eines deutlich: Themen wie Blockchain werden dort mit einer absoluten Entschlossenheit aufgegriffen und vorangetrieben. Das Tempo müssen wir in Europa mitgehen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Danke Stefan, dass Du Deine Eindrücke mit uns geteilt hast.