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Nunatak-Workshop „Storytelling“: Lernen von Mr. Bean

Nunatak-Workshop „Storytelling“: Lernen von Mr. Bean

Was können Content-Manager eigentlich so vom tollpatschigen Mr. Bean lernen?
Eine ganze Menge! Das machte neulich unser exklusiver Workshop „Storytelling im B2B“ deutlich, zu dem wir ausgewählte Manager aus der werbungtreibenden Wirtschaft geladen hatten. Lektion eins: erst mal ein Snickers mampfen!

Doch der Reihe nach:

Der Host der Veranstaltung, Silke Bonarius, führte vorneweg in das Thema ein, stellte verschiedene Storytelling-Formate für Digital Natives vor und spielte anschließend den Youtube-Clip „United breaks guitars“ – ein musikalischer Rant des Kanadiers David Carroll und seiner Band Sons of Maxwell. Carroll schildert darin, wie er die Zerstörung seiner Gitarre vor einer Flugreise mit United Airlines selbst mitansehen musste – für Musiker eine Höllenqual.
Der Clip ging mit über 18 Millionen Klicks viral, löste ein weltweites Medienecho aus und hat inzwischen einen eigenen Eintrag auf Wikipedia – auch das ist Content-Marketing, mit einfachen Mitteln, aber enorm effektiv.

Wie man das systematisiert, erklärte Janis Schibalski, Digital Strategy Consultant bei der Agentur Neofonie: Anhand von mehreren Kriterien lasse sich eine Content-Strategie herleiten – das Ganze ist also weniger Hexenwerk einiger Kreativer, sondern vielmehr Ergebnis essentieller, strategischer Überlegungen.
Und dabei helfen einige zentrale Fragestellungen. Wie dies in der Praxis aussieht, machte Schibalski am Beispiel des Snickers-Spots mit Mr. Bean deutlich. Der Leitfaden sah in dem Fall so aus:

  • Was? Um welches Produkt handelt es sich? Hier also um einen Schokoriegel.
  • Für wen? Wer ist die Zielgruppe? Die Antwort liegt auf der Hand: Hungrige Verbraucher im weitesten, Schokoliebhaber im engeren Sinne.
  • Konkurrenz? Wer sind die Mitbewerber? In diesem Fall: Milka, Kitkat, Hanuta
  • Was ist das Thema? Worum geht es? Versagen abwenden
  • Was ist der Konflikt? Mögliches Versagen versus Mission bestehen
  • Was sind die Widerstände? Unkonzentriertheit, Hunger
  • Was ist die Botschaft? Du bist nicht Du selbst, wenn Du Hunger hast
  • Wer ist der Protagonist? Ein Testimonial mit Defiziten, je nach persönlichem Geschmack witzig oder lächerlich
  • Was ist die Mission? Ninjas besiegen, Abenteuerlust
  • Was ist das Excalibur? Was ist das „magische“ Element, das zum Sieg verhilft? Darauf gibt es dann nur eine Antwort: Snickers

So scheinbar einfache Zutaten auch für die komplexe B2B-Welt?
Ja, meint der Digital-Stratege, denn auch Business-Entscheidungen werden nie nur rational getroffen. „Jeder Mensch entscheidet emotional beeinflusst“, so Schibalski: „Zwei Drittel der Manager geben sogar offen zu, dass Bauchgefühl hier eine tragende Rolle spielt. Die übrigen sind vielleicht noch nicht so weit in der Selbsterkenntnis“. Und deshalb würden Storytelling-Ansätze wie wir sie eher von den Hollywood-Blockbustern kennen – also zum Beispiel „Monster überwinden“, „Vom Tellerwäscher zum Millionär“, „Reise und Rückkehr“, oder „Wiedergeburt“ – eben auch im B2B-Umfeld funktionieren.

In anschließenden Workshops konnten die Teilnehmer sich dann selbst mal am Storytelling ausprobieren – dabei ging es um ein neues Produkt für einen Mobilitätsdienstleister, Green Banking und Projektmanagement. Für anschließende Diskussionen war gesorgt – denn, ob richtig oder falsch lässt sich in dieser Disziplin vorweg nie sagen. „Es gibt keine Patentrezepte“, gab der Content-Experte den Teilnehmern mit auf den Weg. Wichtig sei vor allem Authentizität, denn die sei Voraussetzung für Vertrauen und das sei wiederum die Voraussetzung für die meisten Business-Entscheidungen.

 

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Über den Dächern des Glockenbachs: Die Nunatak-Familie feiert den Sommer

Über den Dächern des Glockenbachs: Die Nunatak-Familie feiert den Sommer

         

 

Eine laue Sommernacht und die komplette Rooftop-Bar des Flushing Meadows in der Fraunhoferstraße für uns allein. Perfekte Voraussetzungen für das Nunatak Sommerfest also. Ab halb sieben begannen vergangenen Freitag die etwa 70 Gäste langsam einzutrudeln. Geladen waren natürlich alle aktuellen Nunatakeers, sowie Alumni, Zukünftige und Partner aus dem Nunatak-Netzwerk. Gemäß der Devise „Partnerschaften stärken“ stieg die Party zum ersten Mal in diesem etwas größeren Rahmen. Bewusst so von unseren Managing Directors Robert und Rupert gewählt, um bestehende Nunatak-Freundschaften zu festigen und neue zu schließen. Alle sollten sich einmal kennenlernen. So bekommen die jetzigen Mitarbeiter eine Verbindung zu den Ehemaligen und die Externen erfahren, was bei Nunatak gerade los ist. Entsprechend locker und familiär war auch die Stimmung auf der mit silbernen Nunatak-Luftballons geschmückten Terrasse. Verköstigt wurden wir mit Fingerfood in Form eines Flying Buffets, das keine Wünsche offen ließ.

 

         

 

Wer auf der Wiesn am längsten durchhält, bekommt den Vertrag

Neben diesen traumhaften Rahmenbedingungen hatten sich unsere beiden Unternehmensgründer für ihre Ansprache etwas ebenso Besonderes ausgedacht. Sie machten sich die Mühe, zu jedem, der bei Nunatak arbeitet oder gearbeitet hat, etwas Persönliches zu sagen: Von den ersten Mitarbeitern bis zum neuesten Praktikant – natürlich immer mit einem Augenzwinkern. Über unsere zukünftige Managerin Juliane sagten sie etwa: „Juliane wechselt bald von CHECK24 zu uns. Ich bin mir sicher, dass sie die Verträge gut verglichen hat“. Und auch die Ehemaligen wurden humorvoll vorgestellt: „Hai wurde damals eingestellt, weil er auf der Wiesn am längsten durchgehalten hat“ oder „Konsti, unser bislang erster und letzter Bayernspieler im Team“.

War die Rede das Highlight? Oder doch der plötzlich auftauchende Clown? Dieser drehte kunstvolle Luftballontiere für die Gäste. Die Reaktionen: Einige Gäste waren doch eher – sagen wir mal – überrascht, andere hellauf begeistert. Aber eine Überraschung ist Rupert damit auf jeden Fall gelungen. Niemand wusste es. Die Organisatorin Mona dachte die ganze Zeit über, er habe sich in der Veranstaltung geirrt. Und auch die Entstehung der Idee lässt einen schmunzeln: Rupert hatte den Clown zuvor auf einem Kindergeburtstag gesehen, befand ihn für witzig und lud ihn daraufhin ein.

 

         

 

Bei netten Gesprächen unter Kollegen und Freunden in entspannter Atmosphäre ging der Abend zu Ende. Ein paar Hartgesottene haben es dann sogar noch bis ins Bob Beaman geschafft.

 

 

Nunatak auf der Influencer Marketing Conference 2018: Die 5 wichtigsten Schritte zum Einstieg

Nunatak auf der Influencer Marketing Conference 2018: Die 5 wichtigsten Schritte zum Einstieg

Wissensaustausch, Praxisbeispiele, Erfolgsmodelle – auf der Influencer Marketing Conference 2018 in München referierten elf hochkarätige Experten über ihre praktischen Erfahrungen mit der schnell wachsenden Marketing-Disziplin. Dabei waren sowohl die Aha-Momente in der Zusammenarbeit mit den neuen Meinungsmachern, als auch die Stolpersteine in der Umsetzung ein heiß diskutiertes Thema.

Die Zahlen belegen: um das Thema kommt keiner mehr herum. So stieg das Budget für Influencer Marketing in 2017 um 67 Prozent und die Nachfrage nach spezialisierten Influencer Marketing Managern legte um sagenhafte 270 Prozent zu. Deshalb lag der Fokus der Veranstaltung auch nicht auf der Frage, ob Unternehmen Influencer Marketing anwenden sollen. Vielmehr wurde diskutiert, wie die neue Marketing-Disziplin richtig eingesetzt werden kann.

Unser Managing Director Rupert Schäfer stellte den Workshop-Teilnehmern fünf Schritte zum Einstieg ins Influencer Marketing vor:

1. Wer ist der richtige Influencer für die eigene Marke?

Mag die Disziplin auch jung und hip sein: Ohne strategische Vorarbeit geht’s eben auch im Influencer Marketing nicht. So richtet sich die Auswahl der richtigen Multiplikatoren allein nach den übergeordneten Marketing-Zielen. Für einen schnellen Reichweiten-Aufbau und die Verjüngung der Zielgruppe mögen die angesagten Youtuber richtig sein. Beim langfristigen Dialog mit der Zielgruppe und der glaubwürdigen Kommunikation der Produktbenefits bringen sich eher die Micro-Influencer mit ihrem Spezialwissen ins Spiel. Die entscheidende Frage „Was will ich wem wie sagen?“ hat im Influencer Marketing also nicht an Gültigkeit verloren.

2. Wie sieht die optimale Art der Zusammenarbeit aus?

Auch hier steht am Anfang die strategische Weichenstellung: aktionsbezogenes Influencer Marketing oder langfristig angelegte Influencer Relations? Beide funktionieren nach jeweils völlig anderen Gesetzmäßigkeiten. Im ersten Fall geht es um eine schnelle und hohe Sichtbarkeit in der Zielgruppe, wie sie Unternehmen etwa bei Produkt-Launches benötigen. Influencer werden hier entsprechend für diesen Reichweiten-Push entlohnt. Bei Influencer Relations steht wiederum der langfristige Dialog mit der Zielgruppe im Fokus. Die eingesetzten Multiplikatoren werden dabei häufig mit Produkt-Samples, Gutscheinen usw. incentiviert.

3. Wie soll die Influencer-Kampagne in der Praxis umgesetzt werden?

Wie in jeder Marketing-Disziplin haben sich auch im Influencer Marketing zahlreiche Intermediäre zwischengeschaltet. Agenturen, die die zahlreichen Star-Influencer vermarkten oder auch Plattformen, die eher auf die Zugkraft der Micro-, Mid-Level-Influencer und der Rising Stars mit einer Reichweite von bis zu einer Million Follower setzen. Eine Alternative geht in der hitzigen Fach-Debatte dabei öfters unter: die Inhouse-Lösung. Ähnlich wie im Programmatic Advertising oder auch im Content Marketing scheint es auch im Influencer Marketing nicht ganz abwegig, dass sich Werbetreibende selbst die Kompetenzen aneignen. So könnten sie die langfristige Abhängigkeit von ihren Dienstleistern reduzieren.

4. Welchen Stellenwert hat die Erfolgsmessung?

Wer Marketing als eine Investition und eben nicht als einen Kostenblock versteht, will auch beim Influencer Marketing den ROI bestimmen. Die Erfolgsmessung richtet sich dabei ganz nach dem definierten Marketingziel: Image kann über Marktforschung, Absatzsteigerung durch die Messung in definierten Testgebieten und die Interaktion über die Social Kanäle und Blogs bestimmt werden. Nur so lässt sich eine direkte Vergleichbarkeit mit den weiteren Marketing-Disziplinen ermitteln.

5. Wie fügt sich Influencer Marketing in den klassischen Marketing-Mix ein?

Marketing funktioniert ganzheitlich. Influencer Marketing kann – richtig eingesetzt – seinen Anteil zum Gelingen beitragen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt und richtig orchestriert sind. Doch, ob dies ein harmonisches Klangbild ergibt, bestimmt nur einer: der Dirigent.

Neben Rupert standen unter anderem Torsten Oppermann, CEO von MSN.Digital, Alexander Pühringer, CEO Linkilike, und Torsten Panzer, Vorstandsvorsitzender des PR Club Hamburg auf dem Podium. Der Autor Dr. Erwin Lammenet hielt eine Keynote. Ein Video-Interview mit ihm und mehr Infos zur Influencer Marketing Conference 2018 findet ihr hier.

Stefan Hopf auf dem All Member Summit des BRI: „Die Legislative verliert den Anschluss“

Stefan Hopf auf dem All Member Summit des BRI: „Die Legislative verliert den Anschluss“

Mitte Juni war unser Blockchain-Experte Stefan Hopf in New York beim All Member Summit des Blockchain Research Institutes. Das sowohl durch Unternehmen als auch staatlich geförderte Institut unterstützt über 70 Blockchain-Projekte unterschiedlichster Branchen und gilt als eines der führenden Think Tanks in diesem Bereich. Neben seiner Beratertätigkeit bei Nunatak ist Stefan seit Mai 2017 dort als Researcher aktiv. Dafür verfasste er das Whitepaper „Blockchain: The Emerging Platform for Manufacturing 4.0“, das er beim Summit vorstellte. Wir haben bei Stefan nachgefragt, wie es im Big Apple war:

Stefan, was sind deine wichtigsten Learnings von der Veranstaltung?

Wenn sich so viele internationale Top-Experten zu dem Thema treffen, geht’s natürlich auch immer ums große Ganze – also wie die Blockchain die Wirtschaft und Gesellschaft von morgen verändern wird. Aber eben nicht nur: Der Summit hat sich auch ganz konkret mit den praktischen Anwendungen der Technologie beschäftigt. Er machte deutlich, dass sich vor allem mit der Koppelung von angrenzenden Innovationen wie AI und IoT völlig neue Perspektiven ergeben. Doch alles hat bekanntlich auch eine Kehrseite – die Risiken dieser Entwicklung hat die Veranstaltung nicht ausgeblendet.

Welche sind das zum Beispiel?

Immer stärker zeigt sich: Die Legislative läuft der rasanten technischen Entwicklung deutlich hinterher. Die weltweite Regulierung dazu steckt noch in den Kinderschuhen, und jedes Land verfolgt teilweise völlig unterschiedliche Ansätze. Das ist fatal, weil die Blockchain eben keine Grenzen kennt. Hier muss ganz schnell etwas passieren, denn die Blockchain ist viel mehr als reine Zukunftsmusik.

Welche interessanten Leute hast Du getroffen?

Das waren sicherlich die Kanadier Don und Alex Tapscott, die in ihren zahlreichen Publikationen eindrucksvoll schildern, wie die Technologie hinter Bitcoin nicht nur das Finanzsystem, sondern die ganze Welt verändert. Doch der Summit schafft auch immer den Brückenschlag in die Praxis. Zahlreiche US-Konzerne wie FedEx oder Procter and Gamble haben hier ihre Pilotprojekte vorgestellt. Auch für weitere Blockchain Pioniere, wie zum Beispiel von IBM, SAP, Accenture und Tencent, war die Veranstaltung ein Muss. Und klar: Der fachliche Austausch und das Networking gehören natürlich dazu – bei einer so hochkarätigen Besetzung ist das immer inspirierend und bietet echten Mehrwert.

Beschreibe kurz worum es in Deinem Vortrag ging:

Das kurz zu beschreiben, ist gar nicht so einfach – schließlich geht es um ein hochkomplexes Thema: im Kern um die Anwendungsmöglichkeiten von Blockchain im Fertigungsbereich und in Lieferketten. Hierzu habe ich neue Forschungsergebnisse präsentiert und gezeigt, wie über die Technologie der unternehmensübergreifende Datenaustausch und die Automatisierung von Geschäftsprozessen verbessert werden.

Wie war die Atmosphäre? Anders als bei deutschen Events?

Wie so oft in den USA ging es auch hier deutlich lockerer zu als auf entsprechenden Veranstaltungen in Europa. Auch die Diskussionen haben sich offener und weniger dogmatisch gestaltet.

Die Entwicklung von Blockchain in den USA vs. Deutschland: Wo gibt es Unterschiede, wo gibt es Gemeinsamkeiten?

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die USA insgesamt experimentierfreudiger und schneller in der praxisnahen Anwendung sind. Eine Gemeinsamkeit sehe ich im allgemein großen Interesse am Thema Blockchain seitens der Industrie.

Gab es sonst noch etwas Besonderes?

Die Gespräche mit chinesischen und indischen Industrievertretern machten eines deutlich: Themen wie Blockchain werden dort mit einer absoluten Entschlossenheit aufgegriffen und vorangetrieben. Das Tempo müssen wir in Europa mitgehen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Danke Stefan, dass Du Deine Eindrücke mit uns geteilt hast.

 

VZB-Kaminabend mit Robert Jacobi: In 15 Minuten zum Blockchain-Versteher

VZB-Kaminabend mit Robert Jacobi: In 15 Minuten zum Blockchain-Versteher

Manchmal hilft einfach nur schneller sprechen – kurzfristig das Redetempo von Allegro auf Presto hinaufschrauben. Zum Beispiel dann, wenn ein hochkomplexes, vielschichtiges Thema in all seinen Facetten in 15 Minuten erklärt werden soll. Und zwar so, dass auch Nicht-Experten verstehen, worum es geht und hier ein echtes Aha-Erlebnis mitnehmen.

Unser Managing Director Robert Jacobi stand neulich vor dieser Herausforderung – und zwar beim VZB-Kaminabend. Die Terminologie ist hier ein wenig irreführend, weil bei sommerlichen Temperaturen natürlich kein wärmendes Feuer flackerte, sondern vielmehr die Dachterrasse des Bankhauses Donner & Reuschel lockte, um den phantastischen Ausblick auf die Skyline Münchens zu genießen. Angesichts dieser Rahmenbedingungen eine echte Challenge für unseren Unternehmensgründer also.

In einer kurzweiligen Tour d’Horizon gab Robert Jacobi den Anwesenden, größtenteils Manager der bayerischen Verlage, einen praxisnahen Einblick zu einem der derzeit wohl meist diskutierten Themen der Wirtschaft: Es ging um die Blockchain und deren Einsatzmöglichkeiten in der Medienindustrie. Die Technologie, das machte er deutlich, ist längst keine ferne Zukunftsmusik mehr, sondern bestimmt schon jetzt den Sound in vielen Unternehmen und Branchen. Zumindest international. Ein Marktplatz wie Civil etwa könnte die Spielregeln im Journalismus grundsätzlich verändern, weil hier dank der Blockchain neue, direkte Vergütungsmodelle für hochwertige journalistische Inhalte geboten werden – nur eben außerhalb der klassischen Verlagsstrukturen. Oder die Plattform adchain – sie ermöglicht zum Beispiel schon jetzt Kauf, Tracking und Abrechnung von Ad Impressions über ein Blockchain-Register. So kann Werbebetrug ausgeschlossen werden, der Leistungsbeitrag aller Intermediäre wird transparent. Ganz ähnlich funktioniert auch Nyiax.

Doch die Blockchain-Technologie kann weit mehr als Verträge rechtssicher und transparent abzuwickeln. Sie könnte die digitale Werbung auf ein völlig neues Level hieven. Eine Schlüsselrolle spielt dabei möglicherweise künftig der Basic Attention Token – er belohnt User monetär für ihre Aufmerksamkeit mit eben jenem BAT-Token. Im Gegenzug ermöglicht die Technologie eine zielgruppengenaue Ansprache. Eine Win-Win-Situation also. Und damit eine ideale Ausgangsbasis für einen schnellen Durchbruch der Technologie in diesem Segment.

Blockchain@MEDIENTAGE 2018: Robert Jacobi bringt die Blockchain zum Klingen

Blockchain@MEDIENTAGE 2018: Robert Jacobi bringt die Blockchain zum Klingen

Die Versuchung war groß: Montagnachmittag, strahlend blauer Himmel, hochsommerliche 30 Grad. Konnte es angesichts solcher Bedingungen etwas Besseres geben als ein Event zum Thema Blockchain? Rund 100 Medien-Macher, Digital-Manager und Zukunfts-Interessierte meinten: nein.

Und tatsächlich hatte die Münchner Konferenz Blockchain@MEDIENTAGE 2018, zu der der Veranstalter von Europas größtem Medienkongress geladen hatte, ja auch echten News-Wert. Man erfuhr etwa, dass Zeit Online, die Badische Zeitung, Golem und die dpa an einer gemeinsamen, Blockchain-basierten Lösung für die Zweitverwertung von Inhalten arbeiten und dass ICO-Funding als Finanzierungsquelle inzwischen bedeutender als Venture Capital sei.

Also das ideale Umfeld für unseren Managing Partner Robert Jacobi, der hier in seinem knapp halbstündigen Vortrag den Mehrwert der Blockchain-Technologie für die Medienwirtschaft erläuterte. „Zukunftsmusik mit gutem Sound“ war sein Motto, eine Art Weckruf, die Vorteile der Blockchain für das eigene Business zu nutzen. Und davon gibt es einige:

  • Die Finanzierung von journalistischen Inhalten wird erleichtert: Anhand des Beispiels von „Civil“ machte Robert deutlich, wie neue, direkte Vergütungsmodelle für hochwertige journalistische Inhalte auf Basis der Blockchain-Technologie entstehen.
  • Die Effizienz von Online-Werbung steigt: Plattformen wie adchain ermöglichen etwa schon jetzt Kauf, Tracking und Abrechnung von Ad Impressions über ein Blockchain-Register. So kann Werbebetrug dank Blockchain ausgeschlossen werden und der Leistungsbeitrag aller Intermediäre wird transparent.
  • Werbung nervt nicht länger die Nutzer: In der Blockchain ist hinterlegt, welche Art von Werbung jemand für nützlich und akzeptabel hält – also ein Opt-in-System, das harte Opt-outs unnötig macht. Kein Wunder also, dass Big Spender wie Unilever schon jetzt daran arbeiten, ihre Werbung künftig per Blockchain auszusteuern.
  • Das Management von Copyrights und Lizenzen wird deutlich einfacher und transparenter: durch Smart Contracts und transparente Abrechnung an die Urheber. So will etwa der Wissens-TV-Produzent Welt der Wunder in Kürze in den Lizenzhandel auf Blockchain-Basis einsteigen.
  • Fehlinformationen und unseriöse Quellen werden enttarnt: Die Fakten- und Recherchekette von journalistischen Inhalten ist transparent in der Blockchain einsehbar.

Die Konferenz Blockchain@MEDIENTAGE 2018 gab dabei schon einen Ausblick auf die Medientage München selbst. Dort wird sich viel um Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz und eben Blockchain drehen. Also: 24. bis 26. Oktober 2018 schon mal vormerken.

 

NUNATAK NETWORKING NIGHT V – STARTKLAR FÜR DIE BLOCKCHAIN-REVOLUTION

NUNATAK NETWORKING NIGHT V – STARTKLAR FÜR DIE BLOCKCHAIN-REVOLUTION

Geschäftsprozesse weniger fehleranfällig, schneller, effektiver und nachvollziehbarer gestalten? Transaktionen zwischen Unternehmen, Privatpersonen oder öffentlichen Einrichtungen nahezu in Echtzeit durchführen und verifizieren? Wertschöpfungsketten steuern und dokumentieren? Die Blockchain-Technologie taucht mittlerweile im Kontext so vieler unterschiedlicher Geschäftsfelder auf, sie wirkt fast wie eine „All-In-One“-IT-Lösung für jedermann. Doch tatsächlich stehen die meisten Unternehmen mit ihren Blockchain-Anwendungen noch ganz am Anfang. Wenn überhaupt: Für nicht Wenige ist die Technologie noch komplettes Neuland.

Für die fünfte Nunatak Networking Night im Café im Vorhoelzer Forum in München, haben wir uns deshalb vier Blockchain-Experten geschnappt und mit knapp 150 Gästen aus den Bereichen der Automobilindustrie, Finanzen, FMCG, Informationstechnik, Marketing, Journalismus und Co. über die Zukunft der Distributed-Ledger-Technology diskutiert. Die wichtigsten Aussagen des Abends:

Dr. Stefan Hopf, Senior Consultant bei The Nunatak Group
Blockchain: Kein Zukunftsszenario, sondern schon heute praxisrelevant und in Aktion
“Dezentrale Transaktionen ohne Intermediäre: Das ist das Grundkonzept der Blockchain.”

Der Nunatak-Blockchain-Experte und Senior Consultant Dr. Stefan Hopf eröffnete den Abend mit einer Einführung in das Thema. Wie das Prinzip der fälschungssicheren, digitalen Transaktionen über einen Ledger bereits heute verwendet wird, zeigte er anhand einiger Praxisbeispiele. So gibt es beispielsweise mit dem Basic Attention Token ein Blockchain-Projekt, das die Aufmerksamkeit der Nutzer auf Online-Werbeanzeigen mit Hilfe des eigenen Browsers erfasst und als Kryptowährung im erweiterten Werbeökosystem handelbar machen will. Projekte wie dieses zeigen, dass die Technologie bereits heute im Einsatz ist.

Sasha Borovik, Blockchain-Rechtsexperte und CFO & General Counsel bei CloudEO AG
Blockchain: Neuer Markt für Investoren und Business-Angels
„Das ist gerade einmal der Anfang der ganzen Bewegung.”

Mit diesen Worten sprach Sasha Borovik in seiner kurzen Einführung einen der wichtigsten Punkte in Sachen Blockchain an: Wir stehen noch ganz am Anfang. Blockchain hat einen komplett neuen Markt erschaffen und bietet viel Potential für Investoren und Business-Angels – Eine Aufbruchsstimmung wie Anfang des Jahrtausends mit dem Durchbruch des Internets. Der ukrainische Anwalt und politische Aktivist hat im Rahmen seiner Tätigkeit für die Cryptology Asset Group fast täglich mit jungen Blockchain-Unternehmen zu tun. Die Cryptology Asset Group investiert in Firmen wie Block.One und Galaxy Digital und fördert Blockchain-Projekte in den unterschiedlichsten Branchen.

Robert Crozier, Blockchain Experte und Leiter des globalen Blockchain-Kompetenzcenters bei Allianz Technology
Blockchain: Kostenreduktion und Chancen für internationale Konzerne
„Es gibt viele Unternehmen im Bereich Blockchain, die denken, sie würden das Versicherungsgeschäft auf den Kopf stellen. Eigentlich denke ich, dass wir es selbst tun werden, und wir werden es mit Maßstab tun – was den meisten der Disruptoren fehlt.“

Seit Beginn des Jahres leitet Robert Crozier das Blockchain-Kompetenzcenter der Allianz. Die Zukunft der Technologie sieht er eher bei großen Unternehmen als bei Start-Ups und Business-Newcomern. Faktor hierfür ist in erster Linie die Skalierbarkeit von Systemen innerhalb einer Blockchain – Besonders internationale Konzerne verfügen über die nötigen Mittel und die Erfahrung, um das Potential der Technologie voll auszuschöpfen. Die Reduktion von Kosten ist für Crozier der zentrale Nutzen der Implementierung der Distributed-Ledger-Technology:
„Blockchain im Kern kann ein Mittel zur Kostensenkung sein. Und wenn wir als Versicherung die Verarbeitungskosten senken, können wir unsere Produkte mehr Menschen anbieten – zum Beispiel in Entwicklungsländern.“

Felix Haas, Crypto Aficionado, Investor, Serial Entrepreneur und Chairman & Co-Host der Gründerkonferenz Bits & Pretzels
Blockchain: völlig neue Applikationen und universelle Anwendbarkeit
„Ich denke, man muss die Technologie rund um Blockchain und die möglichen Use-Cases vollständig getrennt vom Handel mit Kryptowährungen und Spekulationen betrachten.“

Die Dominanz des Themas der kryptographischen Zahlungsmittel in der öffentlichen Debatte um die Technologie, ist Felix Haas ein besonderer Dorn im Auge. So war der Bits & Pretzels-Host unter den Gesprächspartnern zwar der größte Befürworter von Kryptowährungen – letztes Jahr versuchte er sogar eine Wohnung für Bitcoins zu verkaufen. Dennoch war auch er der Ansicht, dass das eigentliche Potential der Blockchain-Technologie nicht exklusiv in den digitalen Währungen liegt. Im Gegenteil: Die Technologie ist höchst universell und bietet die Möglichkeit, vollkommen neuartige Applikationen und entsprechende Use-Cases zu schaffen.

Neugierig geworden? Ein Video der Veranstaltung ist auf unserer Facebook-Seite zu sehen. Außerdem entmystifizieren wir die Blockchain auch in unserem aktuellen Update Paper und vermitteln Insights über die Funktionsweise und die Auswirkungen der Technologie.

Blockchain-Koryphäe Don Tapscott setzt auf das Know how unseres Kollegen Stefan Hopf

Blockchain-Koryphäe Don Tapscott setzt auf das Know how unseres Kollegen Stefan Hopf

Unser Berater Dr. Stefan Hopf hat für das weltweit anerkannte Blockchain Research Institute (BRI) ein Whitepaper zum Thema „Blockchain und die Industrie 4.0“ geschrieben. Dafür analysierte Stefan konkrete Anwendungen und führte Interviews mit namhaften Branchenexperten aus Wirtschaft, Recht, Technik und Produktion. Unter anderen sprach er mit Dr. Reinhold Achatz, dem CTO der ThyssenKrupp AG, Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot, dem kürzlich verstorbenen Leiter der Forschungsstelle für Information, Organisation und Management der LMU München und Güngör Kara, dem Director of Global Application and Consulting bei der EOS GmbH.

Auf unseren Blockchain-Experten wurde der Gründer des Blockchain Research Institutes, Don Tapscott, im Rahmen eines entsprechenden Projektes bei Airbus aufmerksam. Seit Mai 2017 kooperieren die beiden miteinander. Don Tapscott ist für die weltweite Blockchain-Community in etwa das, was Star-Dirigent Kent Nagano für die klassische Musik ist: eine echte Koryphäe also. Als Gründer des wirtschaftsstrategischen Think Tanks nGenera Insight erlangte der kanadische Unternehmer 1993 erstmals Aufmerksamkeit in der Fach-Öffentlichkeit. Der ehemalige Bürgermeister von Edmonton ist Autor von über 15 Büchern – darunter Bestseller wie Wikinomics: How Mass Collaboration Changes Everything. Im Bereich der Blockchain-Forschung machte er erstmals 2016 von sich reden: Zusammen mit seinem Sohn Alex Tapscott veröffentlichte er das populärwissenschaftliche Buch Blockchain Revolution: How the Technology Behind Bitcoin is Changing Money, Business, and the World.  Gemeinsam gründeten sie daraufhin das Blockchain Research Institute (BRI), das seither über 70 Blockchain-Projekte unterschiedlichster Branchen unterstützt.

Der Beitrag unterstreicht einmal mehr: Die Blockchain ist kein Hirngespinst von Tekkies, sondern schon in der Wirtschaft angekommen. So arbeitet beispielsweise Boeing an der Speicherung relevanter Daten über den Lebenszyklus eines Flugzeuges in der Blockchain – Daten zu Fertigung, Betrieb oder Wartung. Über einen Distributed Ledger werden diese Informationen dann Partnern wie Wartungsunternehmen zugänglich gemacht.

Quelle: My IBM

Neugierig geworden? In unserem aktuellen Update Paper entmystifizieren wir die Blockchain und vermitteln spannende Insights über die Funktionsweise und die Auswirkungen der Technologie.

Nunatak coacht Nachwuchsführungskräfte von Bertelsmann zu digitalen Trends

Nunatak coacht Nachwuchsführungskräfte von Bertelsmann zu digitalen Trends

Wie verkettet man die Blöcke in einer Blockchain? Wieviel Aufgaben können eigentlich über Chatbots übernommen werden? Diese und weitere spannende, hochaktuelle Fragen konnten unsere Nunatak Experten Rupert und Stefan bei einem interaktiven Workshop in Amsterdam mit ihren Teilnehmern diskutieren. Im Rahmen des Talent Coachingprogramms der Bertelsmann-University coachte Nunatak internationale Nachwuchsführungskräfte von Bertelsmann SE, Arvato, Gruner + Jahr, RTL und BMG zu Trends in der digitalen Welt.

Im Workshop wurde nicht nur methodisches Digital-Knowhow vermittelt, sondern auch Einblick in brandaktuelle digitale Trends gegeben. Egal ob Blockchain, Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Social Media oder Augmented/Virtual Reality – unsere Experten und die Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass diese digitalen Technologien die Spielregeln für immer mehr Branchen und Unternehmen grundlegend verändern. Insbesondere die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf die Werbung war ein heiß diskutiertes Thema in Amsterdam.

 

 

Nunatak beim BIG DATA Marketing Day: Wie die Blockchain die Werbung verändern wird

Nunatak beim BIG DATA Marketing Day: Wie die Blockchain die Werbung verändern wird

„Die Blockchain-Technologie wird die digitale Wirtschaft grundlegend verändern“. Aussagen wie diese begegnen uns in den Medien heute immer öfter. Doch warum genau soll diese Technologie so eine disruptive Wirkung haben? Die Antworten lassen oftmals zu wünschen übrig. So zeigen Kryptowährungen wie Bitcoin bereits heute, wie die Blockchain-Technologie die gesamte Finanzwelt aufwirbeln kann – die Brücke zu anderen Branchen zu bilden fällt aber oftmals schwer. Wie sich diese Brücken bauen lassen hat Dr. Stefan Hopf, Senior Consultant bei Nunatak, beim BIG DATA Marketing Day in Wien am 27. Februar präsentiert.

Abbildung 1: Blockchain-basierte Transaktionen funktionieren ohne Intermediäre

Dezentralisierte Transaktionen ohne Intermediäre: Das ist die Grundidee einer Blockchain. Sie ermöglicht die Kollaboration zwischen zwei oder mehreren Parteien ohne gemeinsame Vertrauensbasis und ohne eine neutrale Vermittlungsautorität. Die Faktoren „Vertrauen“ und „Autorität“ übernimmt in einer Blockchain die Maschine. Als erste Umsetzung des Blockchain-Prinzips gilt die 2008 entwickelte Digitalwährung Bitcoin. Die Idee dahinter war es, Geldtransaktionen ohne Banken oder anderen Intermediären fälschungssicher und virtuell abzuwickeln – mit Hilfe einer kryptographischen Währung. Die Sicherheit und Fälschungssicherheit gewährleistet ein Ledger: Ein digitales Register, das die gesamte Transaktionshistorie enthält. Dieses Register ist auf alle beteiligten Rechnern verteilt und von allen Parteien einsehbar. Eine Blockchain versteht sich daher auch als Distributed-Ledger-Technology.

Die Verwendung der Technologie zur Zahlungsabwicklung ist mittlerweile längst kein Prototyp mehr. Neben den offensichtlichen Finanztransaktionen kann eine Blockchain aber auch andere Transaktionen abbilden und bietet dadurch neue Lösungen zu zahlreichen komplexen Geschäftsproblemen. So gibt es beispielsweise in der Marketingwelt einige Blockchain-Plattformen, die sich bestimmten Herausforderungen des Werbemarktes stellen: NYIAX ist eine Blockchain-basierte automatisierte Handelsplattform für künftige Werbeplatzierungen. Die Plattform adChain beschäftigt sich mit dem Problem des Bot-Traffic und dem zunehmenden Online-Werbebetrug. Mit dem Basic Attention Token gibt es außerdem ein Blockchain-Projekt, das die Aufmerksamkeit der Nutzer auf Online-Werbeanzeigen mit Hilfe des eigenen Browsers Brave erfassen und als Währung im erweiterten Werbeökosystem handelbar machen will.

Abbildung 2: Basic Attention Token

An ambitionierten Projekten im Bereich der Werbung mangelt es also nicht. Doch auch abseits bestehender Blockchain-Startups brachte Dr. Stefan Hopf das Publikum zum Nachdenken. So sprach er unter anderem über das Direktgeschäft zwischen Advertisern und Publishern ohne Intermediäre, die Personalisierung von Anzeigen über eine Werbe-Blockchain oder die Überflüssigkeit teurer Auditing-Prozesse durch die Transparenz der Technologie.

Wie genau sich die Werbewirtschaft durch Blockchain verändern wird, ist heute noch unmöglich zu prognostizieren – dass wir um die Technologie zukünftig nicht mehr herumkommen werden, ist nahezu sicher.