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Blockchain@MEDIENTAGE 2018: Robert Jacobi bringt die Blockchain zum Klingen

Blockchain@MEDIENTAGE 2018: Robert Jacobi bringt die Blockchain zum Klingen

Die Versuchung war groß: Montagnachmittag, strahlend blauer Himmel, hochsommerliche 30 Grad. Konnte es angesichts solcher Bedingungen etwas Besseres geben als ein Event zum Thema Blockchain? Rund 100 Medien-Macher, Digital-Manager und Zukunfts-Interessierte meinten: nein.

Und tatsächlich hatte die Münchner Konferenz Blockchain@MEDIENTAGE 2018, zu der der Veranstalter von Europas größtem Medienkongress geladen hatte, ja auch echten News-Wert. Man erfuhr etwa, dass Zeit Online, die Badische Zeitung, Golem und die dpa an einer gemeinsamen, Blockchain-basierten Lösung für die Zweitverwertung von Inhalten arbeiten und dass ICO-Funding als Finanzierungsquelle inzwischen bedeutender als Venture Capital sei.

Also das ideale Umfeld für unseren Managing Partner Robert Jacobi, der hier in seinem knapp halbstündigen Vortrag den Mehrwert der Blockchain-Technologie für die Medienwirtschaft erläuterte. „Zukunftsmusik mit gutem Sound“ war sein Motto, eine Art Weckruf, die Vorteile der Blockchain für das eigene Business zu nutzen. Und davon gibt es einige:

  • Die Finanzierung von journalistischen Inhalten wird erleichtert: Anhand des Beispiels von „Civil“ machte Robert deutlich, wie neue, direkte Vergütungsmodelle für hochwertige journalistische Inhalte auf Basis der Blockchain-Technologie entstehen.
  • Die Effizienz von Online-Werbung steigt: Plattformen wie adchain ermöglichen etwa schon jetzt Kauf, Tracking und Abrechnung von Ad Impressions über ein Blockchain-Register. So kann Werbebetrug dank Blockchain ausgeschlossen werden und der Leistungsbeitrag aller Intermediäre wird transparent.
  • Werbung nervt nicht länger die Nutzer: In der Blockchain ist hinterlegt, welche Art von Werbung jemand für nützlich und akzeptabel hält – also ein Opt-in-System, das harte Opt-outs unnötig macht. Kein Wunder also, dass Big Spender wie Unilever schon jetzt daran arbeiten, ihre Werbung künftig per Blockchain auszusteuern.
  • Das Management von Copyrights und Lizenzen wird deutlich einfacher und transparenter: durch Smart Contracts und transparente Abrechnung an die Urheber. So will etwa der Wissens-TV-Produzent Welt der Wunder in Kürze in den Lizenzhandel auf Blockchain-Basis einsteigen.
  • Fehlinformationen und unseriöse Quellen werden enttarnt: Die Fakten- und Recherchekette von journalistischen Inhalten ist transparent in der Blockchain einsehbar.

Die Konferenz Blockchain@MEDIENTAGE 2018 gab dabei schon einen Ausblick auf die Medientage München selbst. Dort wird sich viel um Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz und eben Blockchain drehen. Also: 24. bis 26. Oktober 2018 schon mal vormerken.

 

NUNATAK NETWORKING NIGHT V – STARTKLAR FÜR DIE BLOCKCHAIN-REVOLUTION

NUNATAK NETWORKING NIGHT V – STARTKLAR FÜR DIE BLOCKCHAIN-REVOLUTION

Geschäftsprozesse weniger fehleranfällig, schneller, effektiver und nachvollziehbarer gestalten? Transaktionen zwischen Unternehmen, Privatpersonen oder öffentlichen Einrichtungen nahezu in Echtzeit durchführen und verifizieren? Wertschöpfungsketten steuern und dokumentieren? Die Blockchain-Technologie taucht mittlerweile im Kontext so vieler unterschiedlicher Geschäftsfelder auf, sie wirkt fast wie eine „All-In-One“-IT-Lösung für jedermann. Doch tatsächlich stehen die meisten Unternehmen mit ihren Blockchain-Anwendungen noch ganz am Anfang. Wenn überhaupt: Für nicht Wenige ist die Technologie noch komplettes Neuland.

Für die fünfte Nunatak Networking Night im Café im Vorhoelzer Forum in München, haben wir uns deshalb vier Blockchain-Experten geschnappt und mit knapp 150 Gästen aus den Bereichen der Automobilindustrie, Finanzen, FMCG, Informationstechnik, Marketing, Journalismus und Co. über die Zukunft der Distributed-Ledger-Technology diskutiert. Die wichtigsten Aussagen des Abends:

Dr. Stefan Hopf, Senior Consultant bei The Nunatak Group
Blockchain: Kein Zukunftsszenario, sondern schon heute praxisrelevant und in Aktion
“Dezentrale Transaktionen ohne Intermediäre: Das ist das Grundkonzept der Blockchain.”

Der Nunatak-Blockchain-Experte und Senior Consultant Dr. Stefan Hopf eröffnete den Abend mit einer Einführung in das Thema. Wie das Prinzip der fälschungssicheren, digitalen Transaktionen über einen Ledger bereits heute verwendet wird, zeigte er anhand einiger Praxisbeispiele. So gibt es beispielsweise mit dem Basic Attention Token ein Blockchain-Projekt, das die Aufmerksamkeit der Nutzer auf Online-Werbeanzeigen mit Hilfe des eigenen Browsers erfasst und als Kryptowährung im erweiterten Werbeökosystem handelbar machen will. Projekte wie dieses zeigen, dass die Technologie bereits heute im Einsatz ist.

Sasha Borovik, Blockchain-Rechtsexperte und CFO & General Counsel bei CloudEO AG
Blockchain: Neuer Markt für Investoren und Business-Angels
„Das ist gerade einmal der Anfang der ganzen Bewegung.”

Mit diesen Worten sprach Sasha Borovik in seiner kurzen Einführung einen der wichtigsten Punkte in Sachen Blockchain an: Wir stehen noch ganz am Anfang. Blockchain hat einen komplett neuen Markt erschaffen und bietet viel Potential für Investoren und Business-Angels – Eine Aufbruchsstimmung wie Anfang des Jahrtausends mit dem Durchbruch des Internets. Der ukrainische Anwalt und politische Aktivist hat im Rahmen seiner Tätigkeit für die Cryptology Asset Group fast täglich mit jungen Blockchain-Unternehmen zu tun. Die Cryptology Asset Group investiert in Firmen wie Block.One und Galaxy Digital und fördert Blockchain-Projekte in den unterschiedlichsten Branchen.

Robert Crozier, Blockchain Experte und Leiter des globalen Blockchain-Kompetenzcenters bei Allianz Technology
Blockchain: Kostenreduktion und Chancen für internationale Konzerne
„Es gibt viele Unternehmen im Bereich Blockchain, die denken, sie würden das Versicherungsgeschäft auf den Kopf stellen. Eigentlich denke ich, dass wir es selbst tun werden, und wir werden es mit Maßstab tun – was den meisten der Disruptoren fehlt.“

Seit Beginn des Jahres leitet Robert Crozier das Blockchain-Kompetenzcenter der Allianz. Die Zukunft der Technologie sieht er eher bei großen Unternehmen als bei Start-Ups und Business-Newcomern. Faktor hierfür ist in erster Linie die Skalierbarkeit von Systemen innerhalb einer Blockchain – Besonders internationale Konzerne verfügen über die nötigen Mittel und die Erfahrung, um das Potential der Technologie voll auszuschöpfen. Die Reduktion von Kosten ist für Crozier der zentrale Nutzen der Implementierung der Distributed-Ledger-Technology:
„Blockchain im Kern kann ein Mittel zur Kostensenkung sein. Und wenn wir als Versicherung die Verarbeitungskosten senken, können wir unsere Produkte mehr Menschen anbieten – zum Beispiel in Entwicklungsländern.“

Felix Haas, Crypto Aficionado, Investor, Serial Entrepreneur und Chairman & Co-Host der Gründerkonferenz Bits & Pretzels
Blockchain: völlig neue Applikationen und universelle Anwendbarkeit
„Ich denke, man muss die Technologie rund um Blockchain und die möglichen Use-Cases vollständig getrennt vom Handel mit Kryptowährungen und Spekulationen betrachten.“

Die Dominanz des Themas der kryptographischen Zahlungsmittel in der öffentlichen Debatte um die Technologie, ist Felix Haas ein besonderer Dorn im Auge. So war der Bits & Pretzels-Host unter den Gesprächspartnern zwar der größte Befürworter von Kryptowährungen – letztes Jahr versuchte er sogar eine Wohnung für Bitcoins zu verkaufen. Dennoch war auch er der Ansicht, dass das eigentliche Potential der Blockchain-Technologie nicht exklusiv in den digitalen Währungen liegt. Im Gegenteil: Die Technologie ist höchst universell und bietet die Möglichkeit, vollkommen neuartige Applikationen und entsprechende Use-Cases zu schaffen.

Neugierig geworden? Ein Video der Veranstaltung ist auf unserer Facebook-Seite zu sehen. Außerdem entmystifizieren wir die Blockchain auch in unserem aktuellen Update Paper und vermitteln Insights über die Funktionsweise und die Auswirkungen der Technologie.

Blockchain-Koryphäe Don Tapscott setzt auf das Know how unseres Kollegen Stefan Hopf

Blockchain-Koryphäe Don Tapscott setzt auf das Know how unseres Kollegen Stefan Hopf

Unser Berater Dr. Stefan Hopf hat für das weltweit anerkannte Blockchain Research Institute (BRI) ein Whitepaper zum Thema „Blockchain und die Industrie 4.0“ geschrieben. Dafür analysierte Stefan konkrete Anwendungen und führte Interviews mit namhaften Branchenexperten aus Wirtschaft, Recht, Technik und Produktion. Unter anderen sprach er mit Dr. Reinhold Achatz, dem CTO der ThyssenKrupp AG, Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot, dem kürzlich verstorbenen Leiter der Forschungsstelle für Information, Organisation und Management der LMU München und Güngör Kara, dem Director of Global Application and Consulting bei der EOS GmbH.

Auf unseren Blockchain-Experten wurde der Gründer des Blockchain Research Institutes, Don Tapscott, im Rahmen eines entsprechenden Projektes bei Airbus aufmerksam. Seit Mai 2017 kooperieren die beiden miteinander. Don Tapscott ist für die weltweite Blockchain-Community in etwa das, was Star-Dirigent Kent Nagano für die klassische Musik ist: eine echte Koryphäe also. Als Gründer des wirtschaftsstrategischen Think Tanks nGenera Insight erlangte der kanadische Unternehmer 1993 erstmals Aufmerksamkeit in der Fach-Öffentlichkeit. Der ehemalige Bürgermeister von Edmonton ist Autor von über 15 Büchern – darunter Bestseller wie Wikinomics: How Mass Collaboration Changes Everything. Im Bereich der Blockchain-Forschung machte er erstmals 2016 von sich reden: Zusammen mit seinem Sohn Alex Tapscott veröffentlichte er das populärwissenschaftliche Buch Blockchain Revolution: How the Technology Behind Bitcoin is Changing Money, Business, and the World.  Gemeinsam gründeten sie daraufhin das Blockchain Research Institute (BRI), das seither über 70 Blockchain-Projekte unterschiedlichster Branchen unterstützt.

Der Beitrag unterstreicht einmal mehr: Die Blockchain ist kein Hirngespinst von Tekkies, sondern schon in der Wirtschaft angekommen. So arbeitet beispielsweise Boeing an der Speicherung relevanter Daten über den Lebenszyklus eines Flugzeuges in der Blockchain – Daten zu Fertigung, Betrieb oder Wartung. Über einen Distributed Ledger werden diese Informationen dann Partnern wie Wartungsunternehmen zugänglich gemacht.

Quelle: My IBM

Neugierig geworden? In unserem aktuellen Update Paper entmystifizieren wir die Blockchain und vermitteln spannende Insights über die Funktionsweise und die Auswirkungen der Technologie.

Nunatak coacht Nachwuchsführungskräfte von Bertelsmann zu digitalen Trends

Nunatak coacht Nachwuchsführungskräfte von Bertelsmann zu digitalen Trends

Wie verkettet man die Blöcke in einer Blockchain? Wieviel Aufgaben können eigentlich über Chatbots übernommen werden? Diese und weitere spannende, hochaktuelle Fragen konnten unsere Nunatak Experten Rupert und Stefan bei einem interaktiven Workshop in Amsterdam mit ihren Teilnehmern diskutieren. Im Rahmen des Talent Coachingprogramms der Bertelsmann-University coachte Nunatak internationale Nachwuchsführungskräfte von Bertelsmann SE, Arvato, Gruner + Jahr, RTL und BMG zu Trends in der digitalen Welt.

Im Workshop wurde nicht nur methodisches Digital-Knowhow vermittelt, sondern auch Einblick in brandaktuelle digitale Trends gegeben. Egal ob Blockchain, Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Social Media oder Augmented/Virtual Reality – unsere Experten und die Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass diese digitalen Technologien die Spielregeln für immer mehr Branchen und Unternehmen grundlegend verändern. Insbesondere die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf die Werbung war ein heiß diskutiertes Thema in Amsterdam.

 

 

Nunatak beim BIG DATA Marketing Day: Wie die Blockchain die Werbung verändern wird

Nunatak beim BIG DATA Marketing Day: Wie die Blockchain die Werbung verändern wird

„Die Blockchain-Technologie wird die digitale Wirtschaft grundlegend verändern“. Aussagen wie diese begegnen uns in den Medien heute immer öfter. Doch warum genau soll diese Technologie so eine disruptive Wirkung haben? Die Antworten lassen oftmals zu wünschen übrig. So zeigen Kryptowährungen wie Bitcoin bereits heute, wie die Blockchain-Technologie die gesamte Finanzwelt aufwirbeln kann – die Brücke zu anderen Branchen zu bilden fällt aber oftmals schwer. Wie sich diese Brücken bauen lassen hat Dr. Stefan Hopf, Senior Consultant bei Nunatak, beim BIG DATA Marketing Day in Wien am 27. Februar präsentiert.

Abbildung 1: Blockchain-basierte Transaktionen funktionieren ohne Intermediäre

Dezentralisierte Transaktionen ohne Intermediäre: Das ist die Grundidee einer Blockchain. Sie ermöglicht die Kollaboration zwischen zwei oder mehreren Parteien ohne gemeinsame Vertrauensbasis und ohne eine neutrale Vermittlungsautorität. Die Faktoren „Vertrauen“ und „Autorität“ übernimmt in einer Blockchain die Maschine. Als erste Umsetzung des Blockchain-Prinzips gilt die 2008 entwickelte Digitalwährung Bitcoin. Die Idee dahinter war es, Geldtransaktionen ohne Banken oder anderen Intermediären fälschungssicher und virtuell abzuwickeln – mit Hilfe einer kryptographischen Währung. Die Sicherheit und Fälschungssicherheit gewährleistet ein Ledger: Ein digitales Register, das die gesamte Transaktionshistorie enthält. Dieses Register ist auf alle beteiligten Rechnern verteilt und von allen Parteien einsehbar. Eine Blockchain versteht sich daher auch als Distributed-Ledger-Technology.

Die Verwendung der Technologie zur Zahlungsabwicklung ist mittlerweile längst kein Prototyp mehr. Neben den offensichtlichen Finanztransaktionen kann eine Blockchain aber auch andere Transaktionen abbilden und bietet dadurch neue Lösungen zu zahlreichen komplexen Geschäftsproblemen. So gibt es beispielsweise in der Marketingwelt einige Blockchain-Plattformen, die sich bestimmten Herausforderungen des Werbemarktes stellen: NYIAX ist eine Blockchain-basierte automatisierte Handelsplattform für künftige Werbeplatzierungen. Die Plattform adChain beschäftigt sich mit dem Problem des Bot-Traffic und dem zunehmenden Online-Werbebetrug. Mit dem Basic Attention Token gibt es außerdem ein Blockchain-Projekt, das die Aufmerksamkeit der Nutzer auf Online-Werbeanzeigen mit Hilfe des eigenen Browsers Brave erfassen und als Währung im erweiterten Werbeökosystem handelbar machen will.

Abbildung 2: Basic Attention Token

An ambitionierten Projekten im Bereich der Werbung mangelt es also nicht. Doch auch abseits bestehender Blockchain-Startups brachte Dr. Stefan Hopf das Publikum zum Nachdenken. So sprach er unter anderem über das Direktgeschäft zwischen Advertisern und Publishern ohne Intermediäre, die Personalisierung von Anzeigen über eine Werbe-Blockchain oder die Überflüssigkeit teurer Auditing-Prozesse durch die Transparenz der Technologie.

Wie genau sich die Werbewirtschaft durch Blockchain verändern wird, ist heute noch unmöglich zu prognostizieren – dass wir um die Technologie zukünftig nicht mehr herumkommen werden, ist nahezu sicher.

BIG DATA Marketing Day in Wien: Robert Jacobi und Stefan Hopf haben die Blockchain im Gepäck

BIG DATA Marketing Day in Wien: Robert Jacobi und Stefan Hopf haben die Blockchain im Gepäck

Auch wenn es um die Zukunft des Marketings geht, fangen wir mit einer kurzen Zeitreise an: Vor exakt 30 Jahren veröffentlichte Werbe-Guru Michael Schirner, laut Zeit der „Beuys der Reklame“, seinen Klassiker „Werbung ist Kunst“, und vor exakt 50 Jahren schuf der Kreative Charles Paul Wilp einen der aufsehenerregendsten Spots aller Zeiten: den psychedelischen Clip für Afri-Cola. Gut, so war eben das Jahr 68.

Und wenn damals Flower Power, Peace, Love und Happiness den Zeitgeist bestimmten, sind es jetzt Digitalisierung und Effizienz. Nirgendwo ist dieser Wandel wahrscheinlich augenscheinlicher als im Marketing. Daten strukturieren, analysieren und für neue Marketing-Modelle anwenden – das sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren von heute. Sie sind zugleich das Motto des diesjährigen BIG DATA Marketing Days, der im Februar zum vierten Mal in Wien (27.02.18) und München (22.02.18) stattfindet. Auf der Tages-Konferenz referieren Branchenkenner über Produktinnovationen und praxistaugliche Lösungen für datengetriebenes Marketing.

 

Unter den namhaften Speakern sind auch unser Managing Partner Robert Jacobi und Dr. Stefan Hopf, Senior Consultant bei Nunatak. In ihrem Vortrag „Wie die Blockchain die Werbung verändern wird“ zeigen sie, wie diese neue Technologie die Spielregeln im Marketing fundamental ändert: etwa, weil vollständige Preis- und Leistungstransparenz herrscht und Mittelsmänner, die in der Wertschöpfungskette zwischen Werbungtreibenden und Publishern stehen, damit gehörig unter Druck geraten. Oder, weil mit der Blockchain Ad-Fraud unterbunden werden kann, weil hier genau festgehalten ist, wo Werbung geschaltet wird und wo eben nicht.

Neugierig geworden? Die beiden referieren dazu am 27. Februar in Wien, um 14:30 Uhr, im D3 Convention Center. Zu den weiteren Speakern zählen unter anderem Dr. Stefan Bornemann, COO von Wetter.com, Rainer Le-Ngoc, Head of Industry and Media Solutions bei PAYBACK und Alexander Gänsdorfer, Senior Manager IoT & Big Data Marketing bei T-Mobile Austria.

Interessenten können jetzt noch limitierte Plätze für die Konferenz ergattern.

Zeit zum Reden: Transatlantic Digital Debates

Zeit zum Reden: Transatlantic Digital Debates

Conny Dörfler, beim Bayerischen Rundfunk für die kommenden zwei Jahre im Team des ARD-Vorsitzenden, spricht mit Nunatak über die Transatlantic Digital Debates, die wir 2017 unterstützt haben.

Conny, Du hast an den Transatlantic Digital Debates teilgenommen, kannst Du uns erklären, was dort debattiert wird?

Die beiden Think Tanks Global Public Policy Institute aus Berlin und New America aus Washington organisieren gemeinsam die Transatlantic Digital Debates, in denen sich jedes Jahr eine Gruppe junger Menschen zwei Wochen lang mit der Zukunft der digitalen Gesellschaft auseinandersetzt.

Welchen beruflichen Hintergrund hatte Deine Gruppe?

Wir waren neun Deutsche und neun Amerikaner aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Wir haben mit Experten und Praktikern aus verschiedenen Bereichen gesprochen, um die Herausforderungen der Digitalisierung für die transatlantischen Beziehungen zu verstehen. Dazu fanden zwei einwöchige Diskussions-Phasen in Deutschland und in den USA statt. Die Referenten, mit denen wir diskutieren durften, waren sehr interessant. Noch spannender war aber der Netzwerkeffekt mit den anderen Teilnehmern. So ist uns allen klar geworden, wie befruchtend es ist, wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und beruflichen Erfahrungen miteinander diskutieren. Das würde ich gerne auch in meinen Arbeitsalltag integrieren.

Was hat Dich während der zwei Wochen am meisten fasziniert?

Für mich waren natürlich vor allem die Themen spannend, die mir auch in meinem beruflichen Alltag begegnen. Und da waren in diesem Jahr – in Deutschland wie in den USA – Fake News ein großes Thema. Interessant für mich war zu verstehen, dass Fake News selbst eigentlich gar nicht das Problem sind – denn die lassen sich technologisch oder redaktionell „bekämpfen“. Aber das darunterliegende Problem, dass gewisse gesellschaftliche Gruppen empfänglich sind für derartige Manipulationen, hat man dadurch noch nicht gelöst. Insofern haben wir in unseren Transatlantic Digital Debates immer wieder festgestellt, dass Dinge, die wir in der digitalen Welt beobachten, oft nur ein Abbild oder ein Katalysator gesellschaftlicher Probleme sind.

In unseren Diskussionen haben wir auch gemerkt, dass Technologien menschliches Verhalten zwar nicht grundlegend verändern, aber die Erwartungen sich verändern. Durch die sozialen Medien beispielsweise haben Menschen sich an die Möglichkeit der Personalisierung und der Interaktion gewöhnt und des schnellen Feedbacks. Diese Erwartungen haben sie nun auch an politische Prozesse. Damit steht die Politik – genauso wie die Unternehmen – vor der Herausforderung, die Einbindung der „Kunden“ völlig neu zu denken.

Du warst während der Woche in den USA auch in Austin, Texas – was hat dich dort am meisten beeindruckt?

 Austin ist nicht nur eine Stadt mit vielen Start-ups, auch die Stadtverwaltung selbst möchte digital werden. Dafür gibt es in der City of Austin ein Innovationsbüro. Das Office of Innovation arbeitet dabei wie eine in-house Beratung mit Design Thinking Methoden und sucht nutzerzentriert nach Lösungen und Services, die das Leben der Bürger verbessern können.
Ausgerechnet das Team der Stadtverwaltung hat uns damit in unserer USA-Woche am meisten beeindruckt! Ich kann wirklich jedem empfehlen, sich für die Transatlantic Digital Debates zu bewerben. Nicht nur, weil ich viele Anregungen und Ideen mit in meinen Berufsalltag genommen habe, sondern auch wegen der spannenden Menschen, die man in dem Programm kennenlernt – ein Netzwerk, von dem ich sicher noch lange profitieren kann!

Nunatak gewinnt Claudia Linnhoff-Popien für Advisory Board

Nunatak gewinnt Claudia Linnhoff-Popien für Advisory Board

Frau Professor Linnhoff-Popien, Sie sind Professorin für Mobile und Verteilte Systeme an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Was müssen wir uns unter diesem Titel vorstellen?

Mit „Mobile und Verteilte Systeme“ meinen wir, dass es heute nicht mehr nur den Großrechner gibt, sondern viel interagierende Rechenleistung. Smartphones und Wearables sind wesentlicher Teil des Mobilen Systems. Telekommunikation und IT wachsen immer enger zusammen. Heute kann man fast jedes Gerät mit seiner Umgebung vernetzen: von der Zahnbürste, die die Gesundheitspflege der Versicherung meldet, bis hin zum Aufzug, der proaktiv bei Bedarf kommt. Es findet eine Digitalisierung der Anwenderindustrie statt. Autos erkennen Ampelphasen, die Blockchain hält Einzug in die Finanzindustrie, Quantencomputing wird gänzlich neue Problemlösungen ermöglichen. IT und Anwendungsindustrie verschmelzen, das ist faszinierend.

Was sind die relevantesten Projekte, an denen Sie derzeit gemeinsam mit Akademikern und Praktikern arbeiten?

Gemeinsam mit dem Kofferhersteller Rimowa, T-Systems und Airbus haben wir den ersten intelligenten Koffer der Welt entwickelt. Normalerweise bekommt man beim Check-in am Flughafen einen Papieranhänger. Wir haben einen Electronic Tag entwickelt, der als digitales Display im Koffer integriert ist. Das beschleunigt zum Beispiel den Check-in Prozess und macht das Reisen bequemer. Schon zu Hause kann man die Gepäckinfo aufs Display transferieren und den Koffer per App selbst tracken.

Mit Daten vom Kreisverwaltungsreferat München und BMW haben wir eine Software entwickelt, die errechnet, wie schnell ein Auto für eine grüne Welle fahren muss. Testfahrzeuge von BMW zeigen die empfohlene Geschwindigkeit bereits auf dem Tacho an. Mit Siemens arbeiten wir an Konzepten für die autonome Fabrik der Zukunft. 

Sie entwickeln also Innovationen für die reale Welt und nicht für die Schublade?

Genau. Mein aktuelles Lieblingsprojekt am Lehrstuhl beschäftigt sich mit Quantencomputing. Von den Rechnern gibt es nur sehr wenige auf der Welt, sie sind sehr teuer und führen Berechnungen in einer vollständig anderen Art und Weise aus, als klassische Computer dies tun. Gemeinsam mit Volkswagen überlegen wir, wie diese Rechnerkapazität eingesetzt werden kann, um beispielsweise Verkehrsströme global zu optimieren. Global bedeutet hier, dass Autofahrern in Chaosstädten wie Peking verschiedene Routen vorgeschlagen werden, um Staus zu vermeiden – ein Teil der Fahrer wird linksherum dirigiert, ein Teil rechtsherum und einige fahren geradeaus.

Sie sind auch Initiatorin und Vorsitzende der Digitalen Stadt München. Warum gerade München? 

München ist das Silicon Valley Europas. Die Anwenderindustrie ist hier sehr stark. Es sind alle Branchen vertreten, von der Automobil- über die Pharma- und Chemieindustrie, bis hin zu Banken und Versicherungen. Der Verein Digitale Stadt München e.V. ist ein branchenübergreifendes Netzwerk, das unseren Mitgliedern hilft, visionär zu denken und Veränderungen umzusetzen. Er vernetzt Unternehmen, Gründer, Medien und Forschungseinrichtungen rund um die Digitalmetropole München. Der Verein möchte aus München eine Smart City machen und die Kreativität der hier ansässigen, starken Anwendungsindustrie mit dem Potenzial der IT-Player erfolgreich verschmelzen.

Überregional gesehen, was sind aus Ihrer Sicht die größten Digitalisierungs-Baustellen in deutschen Unternehmen? Wie sollte die Politik unterstützen?

Es ist schwierig, Digitalisierungsbaustellen zu verallgemeinern. Viele Digitalisierungserfolge finden im Verborgenen statt, sie betreffen zum Beispiel Prozessverbesserungen in Unternehmen. Die sieht man von außen nicht. Ein gutes Beispiel, wie die Politik unterstützen kann, ist das vom Freistaat Bayern mit gut 5 Millionen Euro finanzierte „Innovationszentrum Mobiles Internet“. Ich leite das Projekt, erforsche mit rund 15 Mitarbeitern die mobile Internetnutzung. In Kooperation mit verschiedenen Firmen setzen wir Frühphasen von Innovationen um. Oft weiß der Kunde gar nicht genau, was er möchte. Mit der Kreativität unserer Gruppe wenden wir dann neuste IT-Forschungsergebnisse auf ihre Anwendungsgebiete an, generieren neue Ideen und bewerten das Ergebnis nach Begeisterung und Faszination der Nutzer sowie dem potenziellen wirtschaftlichen Nutzen.

Warum haben Sie sich entschieden, dem Advisory Board von The Nunatak Group beizutreten?

Die Arbeit von Nunatak ist sehr spannend. Als Strategieberatung ist Nunatak sehr nah an den Mandanten und weiß genau, welche digitalen Problemstellungen diese beschäftigen. Ich lege sehr viel Wert darauf, meinen Studenten nicht nur Theorie zu vermitteln. Bis zu 700 Studenten pro Vorlesung sind eine große Verantwortung. Ich möchte ihnen konkrete Beispiele aus dem Unternehmensalltag zeigen. Von Nunatak und den anderen Mitgliedern des Advisory Boards verspreche ich mir, einiges dazu zu lernen.

PROGRAMMATIC ADVERTISING IM SPOTLIGHT AUF DEN MEDIENTAGEN MÜNCHEN

PROGRAMMATIC ADVERTISING IM SPOTLIGHT AUF DEN MEDIENTAGEN MÜNCHEN

Der erste Tag der diesjährigen Medientage in München stand ganz im Zeichen des Programmatic Advertising. In zwei aufeinander folgenden Panels sprachen Robert und Fabian am Dienstag den 24. Oktober über eine der heute prominentesten Media-Disziplinen.

In der Veranstaltung „The Future Of Programmatic TV“ moderierte Robert die Diskussionsrunde zwischen Matthias Dang, Geschäftsführer der IP Deutschland GmbH und Dr. Alwin Mahler, Managing Director, Global Partnerships DACH bei Google. Eröffnet durch einen Impulsvortrag von Robert folgte eine angeregte Diskussion zwischen den beiden Spezialisten – gestützt durch Beiträge und Fragen aus dem Publikum. Das einstündige Gespräch stieß auf großen Zulauf und wurde vom Publikum im restlos gefüllten Konferenzraum 12 sehr positiv aufgenommen.

Direkt im Anschluss betrat ein weiteres Mitglied des Nunatak-Teams die Bühne. Nach einer kurzen Einführung durch W&V Nachrichtenchefin Petra Schwegler begann die Veranstaltung „Game Changer Programmatic – Wie Echtzeitwerbung die Spielregeln im Media-Biz auf den Kopf stellt“ mit einem Impulsvortrag von Fabian. In dieser zweiten Veranstaltung standen nicht mehr das Fernsehen und Programmatic TV im Mittelpunkt, sondern die allgemeinen Herausforderungen, Risiken und Vorteile des Geschäftsmodells. Passend zu dieser Fragestellung beschäftigte sich Fabian in seinem Vortrag mit den „Game-Changer“-Qualitäten von Programmatic Advertising. Besonders im internationalen Vergleich machte er hier deutlich, wie Deutschland in diesem Bereich noch leicht hinterherhinkt. So wurden dieses Jahr in den USA 30 Prozent mehr Display-Budgets programmatisch gehandelt. In Deutschland liegt der Anteil aber immerhin bereits bei 48 Prozent.

Dass für die Disziplin in Deutschland noch Nachholbedarf besteht wurde auch im Rahmen der folgenden Diskussionsrunde thematisiert. So waren sich die Diskutanten über das „Game-Changer“-Potential des Programmatic Advertising einig aber beleuchteten unterschiedliche Herausforderungen die es noch zu bewältigen gilt. Dr. Andrea Malgara, Geschäftsführer der Mediaagentur Mediaplus Gruppe, nannte beispielsweise die Datensicherheit und –qualität als Hürde im deutschen Markt. Auch Jutta Richter, Global Brand Managerin bei Mini stellte die Frage nach den richtigen Partnern in Sachen Datensicherheit in den Raum. Als eine der ersten Marken in Deutschland setzt Mini auf Programmatic TV und kann auch erste Erfolgs-Cases vorweisen.

Marco Dohmen, Commercial Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei FreeWheel lobte die deutschen Transparenz-Initiativen wie den Code of Conduct Programmatic Advertising des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) und deren kürzlich eingeführtes BVDW-Zertifikat Programmatic Advertising als Kompetenznachweis für Agenturen. Joachim Schneidmadl, Vorstand der Technologieholding Virtual Minds Group, rief die Branche zu mehr Geschlossenheit auf und kritisierte die geplante ePrivacy-Richtlinie der EU.

Beide Veranstaltungen stießen auf großen Zuspruch von Seiten des Publikums und die Diskussionen gaben interessante Aufschlüsse über die Chancen und Herausforderungen des Programmatic Advertisements. Auch nächstes Jahr wollen wir gerne wieder dabei sein.

Kollege Watson, bitte übernehmen Sie!

Kollege Watson, bitte übernehmen Sie!

Gestatten: Watson, IBM Watson. Watson ist ein Computerprogramm von IBM, das künstlicher Intelligenz mit anspruchsvoller Analyse-Software kombiniert. Vor rund sechs Jahren hatte Watson seinen ersten Auftritt in der Quizsendung „Jeopardy!“. Seitdem hat sich viel getan. Die Spielphase ist vorbei, das System ist den Kinderschuhen entwachsen und hat sich mittlerweile zu einem eigenen Ökosystem mit zahlreichen Anwendungsgebieten entwickelt, das in immer mehr Geschäftsprozesse und -modelle vieler Unternehmen integriert wird. Ziel des Watson-Projektes ist es, eine hochwertige semantische Suchmaschine zu schaffen, die den Sinn von natürlicher Sprache erfasst, und aus einer großen Datenbank die relevanten Passagen und Fakten auffindet.

Und was haben wir von Nunatak damit zu tun? Wir haben einen Blick hinter die Kulissen des Headquarters von IBM Watson IoT geworfen und mit den Verantwortlichen über direkte Anwendungsgebiete für Watson diskutiert. Chatbots im Customer Service sind ein offensichtlicher Anwendungsfall und werden von großen Konzernen wie der Lufthansa bereits eingesetzt. Die Textverarbeitungsfähigkeiten von Watson werden von der Versicherungskammer Bayern genutzt, um schriftliche Kundenanfragen zu kategorisieren und nach ihrer emotionalen Stimmung zu priorisieren. Eine Effizienzsteigerung im Kundenservice ist aber nur der Anfang. Perspektivisch könnte Watson in vielen Bereichen, wie beispielsweise der medizinischen Diagnostik, komplexe Entscheidungen unterstützen, insbesondere wenn diese unter großem Zeitdruck getroffen werden müssen.

Viele der neuen Fähigkeiten werden in den lernenden Systemen nicht mehr explizit programmiert, sie lernen sie stattdessen eigenständig – aus Interaktionen und Erfahrungen mit ihrer Umgebung. Die Basis dafür bilden unter anderem neuronale Netzwerke, Machine Learning, Textanalyse-Tools und Spracherkennung. Watson kann auch unstrukturierte Daten verarbeiten kann – also Texte, Bilder oder Multimedia. Damit ist er normalen Computersystemen um einiges voraus, denn diese für sie unverwertbaren Daten machen 80 Prozent aller Informationen im Web aus.

Der Blick in die Glaskugel zeigt, dass Cognitive Computing in zehn Jahren sicher in jeder Branche verwendet wird und somit jeden unsere Lebensbereiche betreffen wird. Die künstliche Intelligenz wird die menschlichen Fähigkeiten auf jeden Fall ergänzen, in Teilbereichen übertreffen und manchmal auch ersetzen.