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Nunatak gewinnt Claudia Linnhoff-Popien für Advisory Board

Nunatak gewinnt Claudia Linnhoff-Popien für Advisory Board

Frau Professor Linnhoff-Popien, Sie sind Professorin für Mobile und Verteilte Systeme an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Was müssen wir uns unter diesem Titel vorstellen?

Mit „Mobile und Verteilte Systeme“ meinen wir, dass es heute nicht mehr nur den Großrechner gibt, sondern viel interagierende Rechenleistung. Smartphones und Wearables sind wesentlicher Teil des Mobilen Systems. Telekommunikation und IT wachsen immer enger zusammen. Heute kann man fast jedes Gerät mit seiner Umgebung vernetzen: von der Zahnbürste, die die Gesundheitspflege der Versicherung meldet, bis hin zum Aufzug, der proaktiv bei Bedarf kommt. Es findet eine Digitalisierung der Anwenderindustrie statt. Autos erkennen Ampelphasen, die Blockchain hält Einzug in die Finanzindustrie, Quantencomputing wird gänzlich neue Problemlösungen ermöglichen. IT und Anwendungsindustrie verschmelzen, das ist faszinierend.

Was sind die relevantesten Projekte, an denen Sie derzeit gemeinsam mit Akademikern und Praktikern arbeiten?

Gemeinsam mit dem Kofferhersteller Rimowa, T-Systems und Airbus haben wir den ersten intelligenten Koffer der Welt entwickelt. Normalerweise bekommt man beim Check-in am Flughafen einen Papieranhänger. Wir haben einen Electronic Tag entwickelt, der als digitales Display im Koffer integriert ist. Das beschleunigt zum Beispiel den Check-in Prozess und macht das Reisen bequemer. Schon zu Hause kann man die Gepäckinfo aufs Display transferieren und den Koffer per App selbst tracken.

Mit Daten vom Kreisverwaltungsreferat München und BMW haben wir eine Software entwickelt, die errechnet, wie schnell ein Auto für eine grüne Welle fahren muss. Testfahrzeuge von BMW zeigen die empfohlene Geschwindigkeit bereits auf dem Tacho an. Mit Siemens arbeiten wir an Konzepten für die autonome Fabrik der Zukunft. 

Sie entwickeln also Innovationen für die reale Welt und nicht für die Schublade?

Genau. Mein aktuelles Lieblingsprojekt am Lehrstuhl beschäftigt sich mit Quantencomputing. Von den Rechnern gibt es nur sehr wenige auf der Welt, sie sind sehr teuer und führen Berechnungen in einer vollständig anderen Art und Weise aus, als klassische Computer dies tun. Gemeinsam mit Volkswagen überlegen wir, wie diese Rechnerkapazität eingesetzt werden kann, um beispielsweise Verkehrsströme global zu optimieren. Global bedeutet hier, dass Autofahrern in Chaosstädten wie Peking verschiedene Routen vorgeschlagen werden, um Staus zu vermeiden – ein Teil der Fahrer wird linksherum dirigiert, ein Teil rechtsherum und einige fahren geradeaus.

Sie sind auch Initiatorin und Vorsitzende der Digitalen Stadt München. Warum gerade München? 

München ist das Silicon Valley Europas. Die Anwenderindustrie ist hier sehr stark. Es sind alle Branchen vertreten, von der Automobil- über die Pharma- und Chemieindustrie, bis hin zu Banken und Versicherungen. Der Verein Digitale Stadt München e.V. ist ein branchenübergreifendes Netzwerk, das unseren Mitgliedern hilft, visionär zu denken und Veränderungen umzusetzen. Er vernetzt Unternehmen, Gründer, Medien und Forschungseinrichtungen rund um die Digitalmetropole München. Der Verein möchte aus München eine Smart City machen und die Kreativität der hier ansässigen, starken Anwendungsindustrie mit dem Potenzial der IT-Player erfolgreich verschmelzen.

Überregional gesehen, was sind aus Ihrer Sicht die größten Digitalisierungs-Baustellen in deutschen Unternehmen? Wie sollte die Politik unterstützen?

Es ist schwierig, Digitalisierungsbaustellen zu verallgemeinern. Viele Digitalisierungserfolge finden im Verborgenen statt, sie betreffen zum Beispiel Prozessverbesserungen in Unternehmen. Die sieht man von außen nicht. Ein gutes Beispiel, wie die Politik unterstützen kann, ist das vom Freistaat Bayern mit gut 5 Millionen Euro finanzierte „Innovationszentrum Mobiles Internet“. Ich leite das Projekt, erforsche mit rund 15 Mitarbeitern die mobile Internetnutzung. In Kooperation mit verschiedenen Firmen setzen wir Frühphasen von Innovationen um. Oft weiß der Kunde gar nicht genau, waser möchte. Mit der Kreativität unserer Gruppe wenden wir dann neuste IT-Forschungsergebnisse auf ihre Anwendungsgebiete an, generieren neue Ideen und bewerten das Ergebnis nach Begeisterung und Faszination der Nutzer sowie dem potenziellen wirtschaftlichen Nutzen.

Warum haben Sie sich entschieden, dem Advisory Board von The Nunatak Group beizutreten?

Die Arbeit von Nunatak ist sehr spannend. Als Strategieberatung ist Nunatak sehr nah an den Mandanten und weiß genau, welche digitalen Problemstellungen diese beschäftigen. Ich lege sehr viel Wert darauf, meinen Studenten nicht nur Theorie zu vermitteln. Bis zu 700 Studenten pro Vorlesung sind eine große Verantwortung. Ich möchte ihnen konkrete Beispiele aus dem Unternehmensalltag zeigen. Von Nunatak und den anderen Mitgliedern des Advisory Boards verspreche ich mir, einiges dazu zu lernen.

Programmatic Advertising im Spotlight auf den Medientagen München

Programmatic Advertising im Spotlight auf den Medientagen München

Der erste Tag der diesjährigen Medientage in München stand ganz im Zeichen des Programmatic Advertising. In zwei aufeinander folgenden Panels sprachen Robert und Fabian am Dienstag den 24. Oktober über eine der heute prominentesten Media-Disziplinen.

In der Veranstaltung „The Future Of Programmatic TV“ moderierte Robert die Diskussionsrunde zwischen Matthias Dang, Geschäftsführer der IP Deutschland GmbH und Dr. Alwin Mahler, Managing Director, Global Partnerships DACH bei Google. Eröffnet durch einen Impulsvortrag von Robert folgte eine angeregte Diskussion zwischen den beiden Spezialisten – gestützt durch Beiträge und Fragen aus dem Publikum. Das einstündige Gespräch stieß auf großen Zulauf und wurde vom Publikum im restlos gefüllten Konferenzraum 12 sehr positiv aufgenommen.

Direkt im Anschluss betrat ein weiteres Mitglied des Nunatak-Teams die Bühne. Nach einer kurzen Einführung durch W&V Nachrichtenchefin Petra Schwegler begann die Veranstaltung „Game Changer Programmatic – Wie Echtzeitwerbung die Spielregeln im Media-Biz auf den Kopf stellt“ mit einem Impulsvortrag von Fabian. In dieser zweiten Veranstaltung standen nicht mehr das Fernsehen und Programmatic TV im Mittelpunkt, sondern die allgemeinen Herausforderungen, Risiken und Vorteile des Geschäftsmodells. Passend zu dieser Fragestellung beschäftigte sich Fabian in seinem Vortrag mit den „Game-Changer“-Qualitäten von Programmatic Advertising. Besonders im internationalen Vergleich machte er hier deutlich, wie Deutschland in diesem Bereich noch leicht hinterherhinkt. So wurden dieses Jahr in den USA 30 Prozent mehr Display-Budgets programmatisch gehandelt. In Deutschland liegt der Anteil aber immerhin bereits bei 48 Prozent.

Dass für die Disziplin in Deutschland noch Nachholbedarf besteht wurde auch im Rahmen der folgenden Diskussionsrunde thematisiert. So waren sich die Diskutanten über das „Game-Changer“-Potential des Programmatic Advertising einig aber beleuchteten unterschiedliche Herausforderungen die es noch zu bewältigen gilt. Dr. Andrea Malgara, Geschäftsführer der Mediaagentur Mediaplus Gruppe, nannte beispielsweise die Datensicherheit und –qualität als Hürde im deutschen Markt. Auch Jutta Richter, Global Brand Managerin bei Mini stellte die Frage nach den richtigen Partnern in Sachen Datensicherheit in den Raum. Als eine der ersten Marken in Deutschland setzt Mini auf Programmatic TV und kann auch erste Erfolgs-Cases vorweisen.

Marco Dohmen, Commercial Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei FreeWheel lobte die deutschen Transparenz-Initiativen wie den Code of Conduct Programmatic Advertising des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) und deren kürzlich eingeführtes BVDW-Zertifikat Programmatic Advertising als Kompetenznachweis für Agenturen. Joachim Schneidmadl, Vorstand der Technologieholding Virtual Minds Group, rief die Branche zu mehr Geschlossenheit auf und kritisierte die geplante ePrivacy-Richtlinie der EU.

Beide Veranstaltungen stießen auf großen Zuspruch von Seiten des Publikums und die Diskussionen gaben interessante Aufschlüsse über die Chancen und Herausforderungen des Programmatic Advertisements. Auch nächstes Jahr wollen wir gerne wieder dabei sein.

Mr. Watson, please take over!

Mr. Watson, please take over!

Allow me to introduce myself: Watson, IBM Watson. Watson is a computer program developed by IBM that combines ambitious analysis software with artificial intelligence. Some six years ago Watson had his first appearance on the Quiz-Show “Jeopardy!”. Much has happened since then. The playing phase is over and the system has grown out of its infancy. By now it has emerged to an individual ecosystem with numerous application examples and is being implemented into the business operation of more and more companies. Goal of the Watson project is to develop a sophisticated semantical search engine, able to perceive the meaning behind natural language and to locate relevant passages and facts from a large database.

And what does that have to do with Nunatak? We took a look behind the scenes at IBM Watson IoT Headquarters and discussed concrete areas of application for Watson with the people responsible. Chat bots in customer service are an obvious application and are already in use by large corporations like Lufthansa. The text processing abilities of Watson are utilized by Versicherungskammer Bayern to categorize written customer enquiries and priorities them by their emotional mood. But efficiency improvements in customer service are only the beginning. Watson could perspectively assist with complex decisions, especially if they have to be made under great time pressure – for example, in clinical diagnostics.

Many of the new skills will not be explicitly programmed, but instead independently learned by the systems from their interactions and experiences with their respective environments. Among other things, this is based on neuronal networks, machine learning, text analysis tools and voice recognition. Watson can also process unstructured data like texts, pictures or multimedia. Therefore, Watson is well ahead of normal computer systems since this unstructured data makes up 80 percent of all information of the web.

Gazing in a crystal ball shows how cognitive computing will surely be used in every business sector in ten years und will consequently concern all areas of our life. Artificial intelligence will definitely enhance human abilities in some areas and outperform them and therefore potentially replace them in others.

Programmatic Advertising im TV und anderswo: The Nunatak Group auf den Medientagen 2017 #mtm17

Programmatic Advertising im TV und anderswo: The Nunatak Group auf den Medientagen 2017 #mtm17

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Programmatic Advertising – also der vollautomatische und individualisierte Ein- und Verkauf von Online-Werbeflächen in Echtzeit – ist ein wichtiges Thema auf den diesjährigen Münchner Medientagen. Wo liegen Vorteile, Herausforderungen und Risiken? Wie sollten sich Marktteilnehmer darauf vorbereiten? Und: Wer profitiert schon heute davon? Diese und weitere Fragen werden Managing Partner Robert Jacobi (@robor) und Principal Fabian Göbel am Dienstag, den 24. Oktober, in zwei Panels erörtern.

Auf Einladung von Google hält Robert einen Impulsvortrag und moderiert ab 10:30 Uhr in Raum 12 im Kongresszentrum die Diskussionsrunde um Matthias Dang (CEO IP Deutschland GmbH), Dr. Alwin Mahler (Managing Director, Global Partnerships DACH, Google) und Thomas Port (CEO Digital SevenOne Media GmbH) zum Thema „The Future of Programmatic TV“. Kernfrage hier: Wie sollten Broadcaster Programmatic TV einsetzen, um Werbung im TV nachhaltig relevanter zu machen?.

Direkt danach im selben Raum öffnet sich die Diskussion auf alle Mediengattungen, unter dem Titel „Game Changer Programmatic – Wie Echtzeitwerbung die Spielregeln im Media-Biz auf den Kopf stellt“. Nach einer kurzen Einführung durch W&V Nachrichtenchefin Petra Schwegler beginnt die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag von Fabian. Im Anschluss diskutieren namhafte Köpfe aus Medien und Technologie im Panel, wie Programmatic die Gesetzmäßigkeiten im Werbegeschäft künftig verändern wird und worauf sich Werbungtreibende, Medien und Agenturen vorbereiten müssen. Unter den Diskutanten sind zum Beispiel Jutta Richter, Global Brand Management von MINI, Marco Dohmen (Commercial Director DACH FreeWheel), Dr. Andrea Malgara (Geschäftsführer Mediaplus Gruppe), Sena Rahma (Managing Partner Echte Liebe) und Joachim Schneidmadl (Vorstand virtual minds group).

Den Rückblick zur Veranstaltung gibt es dann natürlich auch wieder hier auf unserem Blog zu lesen.

Our new update paper demystifies blockchain technology!

Our new update paper demystifies blockchain technology!

Even among industry experts, the blockchain concept is still shrouded in mystery. Many are probably familiar with the basic idea of blockchain technology and its relationship to cryptocurrencies like bitcoin, but only a few are able to explain it in just a few words. In issue eight of our update paper, we do just that.

This is a tremendous growth market that has developed rapidly in the past four years. Whereas investment in this segment amounted to less than $70 million in 2013, investment in the first half of 2017 alone totalled more than 1.2 billion dollars! And it is already becoming clear that the technology will have an impact on all segments of the economy. In the automotive industry, for example, blockchain initiatives are serving to simplify tracking of parts and verification of vehicle origin, while helping streamline logistical processes. In the financial and insurance sector, such initiatives are optimizing contractual agreements, clearing, settlement of claims and accounting. And in the media world, they are helping achieve transparency in pricing and shortening the value chain. As such, blockchain is quickly becoming a key driver of digital transformation. Our new update paper provides all the details.

In this series, we regularly convey knowledge in compact form on current trends in the areas of digital marketing, technology and communication. Past topics have included virtual and augmented reality , targeted content and native advertising. Oh, and one more thing! We had promised to explain blockchain in just a few words. The term quite literally refers to a “chain of transaction blocks”. These chains serve as special databases, which can manage transaction data in a fully transparent way without requiring a central supervisory authority or even mutual trust.

Rupert prämiert die innovativsten Münchner Unternehmen

Rupert prämiert die innovativsten Münchner Unternehmen

Foto: Stephan Goerlich / FMG

Wer meistert den digitalen Wandel am besten? Das Urteil darüber fällt unser Geschäftsführer Rupert mit vier weiteren Jury-Mitgliedern beim „Münchner Digital Innovation Award“.

Wie bereits vergangenes Jahr, ist Rupert Teil der Jury, die auch 2017 das innovativste Unternehmen mit einem entsprechend zukunftsgestaltenden Konzept prämiert. Bei der zweiten „Digitale Welt Convention“ DIGICON kommen Weltkonzerne und Start-ups am 23. und 24. November in München zusammen, um gemeinsam über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung zu diskutieren und die Zukunft aktiv mitzugestalten.

Der „Münchner Digital Innovation Award“ wird im Rahmen der Messe an das innovativste Unternehmen vergeben – egal ob junges Start-Up, etablierter Mittelständler oder Weltkonzern. Beim DIGICON Pitch Battle treten die nominierten Firmen in den Kategorien KMU/Start-Up und Großunternehmen gegeneinander an. Innerhalb von nur drei Minuten müssen die Teilnehmer das Auditorium von einer Idee überzeugen und sich danach den Fragen der hochkarätigen Jury, bestehend aus namhaften Persönlichkeiten, aus Industrie und Wirtschaft stellen. Die vier besten Innovationen werden mit einem Award ausgezeichnet.

Aktuell haben Unternehmen noch die Möglichkeit sich bis zum 12. Oktober für den Award zu bewerben. Als Jurymitglied ist Rupert sowohl an der Auswahl der nominierten Firmen für das Pitch Battle beteiligt als natürlich auch an der Abstimmung selbst. Weitere Jurymitglieder sind Dr. Lothar Borrmann, CT Siemens AG, Dr. Ralf Schneider, CIO der Allianz SE, Daniel Wild, CEO von Ecommerce Alliance und Michael Zaddach, CIO der Flughafen München GmbH.

Robert Jacobi und Ellena Brenner entfesseln die „Digital Marketplaces“

Robert Jacobi und Ellena Brenner entfesseln die „Digital Marketplaces“

Digitalisierung und traditionelle Buchwelt schließen sich nicht aus. Im Gegenteil. Den perfekten Brückenschlag beschreiben Robert und unser Ex-Senior Consultant Ellena Brenner (jetzt Zeiss Digital Innovation Lab). Denn sie waren kürzlich als Gastautoren für den Sammelband “Digital Marketplaces Unleashed” tätig.

In ihrem 13-seitigen Kapitel „How Large Corporations Survive Digitalization“ beschäftigen sich Robert und Ellena mit den Herausforderungen, denen sich große Unternehmen in Sachen Digitalisierung stellen müssen und wie sie damit in der Praxis umgehen können. Als Spezialisten für digitale Transformation beschreiben die beiden hier gezielt Maßnahmen, die Manager dabei unterstützen, ihre Organisation zum digitalen Erfolg zu führen. Dabei konzentrieren sie sich auf die drei Erfolgsfaktoren „Leadership & Vision“, „Culture & People“ und „Corporate Processes & Structure“.

Das Buch umfasst insgesamt 81 Kapitel von über 100 Gastautoren wie Managern und Medienexperten und widmet sich den unterschiedlichen Teilaspekten der digitalen Transformation – angefangen bei Big Data, über Cloud- und Mobilitätstechnologie bis hin zu neuen Entwicklungen in der Finanz-und Versicherungstechnologie. Zu den weiteren Autoren zählen unter anderem Dr. Ralf Schneider (Allianz) und Michael Zaddach (Flughafen München GmbH). Herausgeber ist Prof. Dr. Claudia Linnhoff-Popien (LMU).

„Digital Marketplaces Unleashed“ ist ab sofort als eBook verfügbar und erscheint am 13. Oktober als Hardcover Version. Im Rahmen der „Digitale Welt Convention“ am 23. November in München feiert es Premiere. Weitere Informationen zum Sammelband und eine Leseprobe finden sie auf der Seite des Springer-Verlages.

Yeah! Nunatak ist Bits & Pretzels Partner 2017

Yeah! Nunatak ist Bits & Pretzels Partner 2017

Dieses Jahr sind wir zum ersten Mal Partner von Bits & Pretzels, der Münchner Gründer- und Digital-Konferenz, auf der bereits Kevin Spacey und Richard Branson zu Gast waren. Das Event steht für drei Tage Networking mit Start-Ups, etablierten Unternehmen und Innovationsenthusiasten, für inspirierende Vorträge zu Unternehmertum & Digitalisierung und für ein außergewöhnliches Rahmenprogramm.


Neben zahlreichen Speakern, wie Stefan Raab, Philipp Lahm, Marc Samwer, Werner Vogels, Christop Keese, wird unser Managing Partner Rupert Schäfer live dabei sein und auf der Corporate-Innovation-Stage über das Thema “How to act successfully as a Chief Digital Officer (CDO) – Do’s / Dont’s?“ sprechen – und zwar am Montag, 25.09.2017, um 13 Uhr (Saal 4). Konzerne zeigen mit der Ernennung eines CDOs, dass sie die Digitalisierung ernst nehmen und können dadurch neue Talente anziehen. Intern kann eine solche Einheit als Ansprechpartner und strategischer Sammelpunkt für die digitalen Initiativen anderer Abteilungen dienen. Bei allen Vorteilen stellt die Integration einer CDO-Einheit Unternehmen noch immer vor enormen Herausforderungen. CDOs, mit denen wir zusammenarbeiten, berichten, wie schwierig es ist Veränderungen umzusetzen – selbst bei allgemeinem Konsens. Vor allem traditionelle Unternehmen tun sich schwer, ihre stark auf Hierarchien aufgebaute Unternehmenskultur für einen progressiven CDO zu öffnen. Generell müssen sich Unternehmen fragen, wie viel Budget und Einfluss der CDO benötigt, um tiefgehende Veränderung tatsächlich durchsetzen zu können. Rupert Schäfer wird anhand ausgewählter Beispiele auf diese und weitere Fragen Antworten geben.

Beim Event-Abschluss auf der Wiesn haben Teilnehmer zudem die Möglichkeit Rupert als Table Captain in einem persönlicheren Setting näher kennen zu lernen und mit ihm über digitale und andere Themen zu diskutieren.

Wir freuen uns, Euch auf der Bits & Pretzels zu sehen!

Näheres zum Programm gibt es hier.

Robert Jacobi in der Internet World Business: Wie die Blockchain die Werbung verändern wird

Robert Jacobi in der Internet World Business: Wie die Blockchain die Werbung verändern wird

Was hat eine Blockchain mit Online Marketing zu tun? Eine ganze Menge, denn wenn die Branche kritisiert wird, dann meistens für fehlende Transparenz, vermeintlichen Betrug durch Bots oder mangelnde Auslieferungs-Nachweise.

Fangen wir an mit einem Selbsttest: Können Sie in einem Satz erklären, was eine Blockchain (deutsch: Blockkette) ist? Nein. Kein Wunder, denn anders als viele Buzzwords der vergangenen Jahre ist eine Blockchain nicht einfach ein neues Marketing-Tool oder eine digitale Selbstverständlichkeit. Sie ist ein Prinzip, das den geschäftlichen Austausch zwischen Menschen und deren technischen Helfern ermöglicht und jederzeit transparent macht. Wann und wo wurde eine Dienstleistung erbracht oder eine Transaktion vorgenommen? Steht in der Blockchain, und damit überall und für jeden einsehbar.

Was hat das jetzt mit Online-Marketing zu tun? Eine ganze Menge, denn wenn die Branche kritisiert wird, dann meistens für fehlende Transparenz, vermeintlichen Betrug durch nicht-menschlichen Traffic oder mangelnde Nachweise, wann und wo Werbemittel tatsächlich ausgeliefert und gesehen wurden. Sämtliche dieser Probleme könnte das Prinzip Blockchain lösen. Es ändert die Spielregeln fundamental: Werbung kann künftig dezentral, also abseits großer Plattformen, gehandelt werden. Preise sind jederzeit einsehbar, und die Kosten für Werbebuchungen ebenso. Intransparenz als Geschäftsmodell hat ausgedient.

Aber gehen wir einen Schritt zurück. Was genau spielt sich in der Blockchain ab? Und warum ist sie auf einmal so relevant? Ihren Ursprung hat sie im Finanzbereich: Das Phantom Satoshi Nakamato hat das Blockchain-Prinzip 2008 in einem Paper erstmals entwickelt – als Methode, Transaktionen in der virtuellen Währung Bitcoin ohne Banken oder einen anderen Intermediär abzuwickeln und fälschungssicher zu machen. Das funktioniert über ein Register (ledger), das auf einer Vielzahl von permanent vernetzten Rechnern abgelegt und ständig aktualisiert wird. Datengeschwindigkeiten und Rechnerkapazitäten reichen erst seit wenigen Jahren dazu aus, das sicherzustellen – wenn auch (noch) nicht in Realtime.

Nur wer den zu einem einzelnen Datensatz passenden Schlüssel besitzt, kann über ihn verfügen. Damit sind wir wieder beim Online-Marketing: Datenverlust an Dritte ist ausgeschlossen, denn ich brauche sie gar nicht mehr, um Datensätze zu verwalten, zu aktivieren oder zu optimieren. Die Daten liegen im verteilten Register, sichtbar für alle, aber verfügbar nur für jene, die das Recht dazu haben. In letzter Konsequenz ist das Internet künftig nur noch die Leinwand, auf die (Werbe-)Inhalte projeziert werden – wie das geschieht, durch wen, mit welchen Aufwänden und mit welchem Zweck, das alles steuert die Blockchain.

Wenn das Prinzip in der Online-Branche genauso Anwendung findet wie im Finanzbereich, in der Industrie oder auch im öffentlichen Sektor, dann werden die folgenden Entwicklungen entweder neu eintreten oder deutlich verstärkt:

1) Mehr Direktgeschäft zwischen Advertisern und Publishern. Warum? Ein Trading Desk als Mittler wird überflüssig. Von der langen Wertschöpfungskette, an der viele Dienstleister partizipieren, bleibt außer einem Ad Server nicht viel übrig. Smart contracts werden geschlossen, die ihre Wirkung genau dann entfalten, wenn ein vordefiniertes Ereignis auftritt (z.B. Aufruf einer Website durch bestimmte User).

2) Die Effizienz von Online-Werbung steigt. Warum? Werbemittel werden nur dann gebucht, ausgeliefert und abgerechnet, wenn ein identifizierter Nutzer eine Seite aufruft und dies in der Blockchain so hinterlegt ist.

3) Werbemittel erscheinen nur noch dort, wo sie erwünscht sind. Warum? Advertiser können in der Werbe-Blockchain hinterlegen, welche Umfelder und Seiten erwünscht sind und welche nicht. Das Thema Ad Safety gehört der Vergangenheit an.

4) Teure Auditing-Prozesse werden überflüssig. Warum? Wer wissen will, wie sein Geld genau ausgegeben wurde, schaut einfach in die Blockchain. Das geht übrigens nicht nur Online, sondern auch für klassische Werbung – vorausgesetzt, sie wird über auf Blockchain-Basis gebucht und bezahlt, z.B. mit Bitcoin.

5) Werbung nervt die Nutzer nicht mehr. Warum? In der Blockchain ist hinterlegt, welche Art von Werbung jemand für nützlich und akzeptabel hält. Also ein Opt-in-System, das harte Opt-outs wie mit Adblockern unnötig macht.

Die Liste lässt sich um fast jedes Problem verlängern, das die Werbewelt momentan plagt – und gelöst wird es immer auf eine nutzerorientierte Art und Weise. Denn so kompliziert das Blockchain-Prinzip klingt, leistet es vor allem eines: Das zwischenmenschliche Vertrauen und die Offenheit, die direkten Austausch in kleinen gesellschaftlichen Einheiten ermöglicht, wird maschinell reproduziert und in den Kontext unserer komplexen, digitalen Welt übertragen. Denkbar wäre sogar, dass – analog zu Bitcoin – eine global gültige Währung für Werbung entsteht, um tatsächliche Sichtbarkeit und Wirkung von Werbung abzurechnen.

Wer bringt die Sache jetzt zum Laufen? Es dürfte noch etliche Jahre dauern, bis das heutige, von kommerziellen Intermediären geprägte Werbe-System in großen Teilen durch ein Blockchain-basiertes ersetzt wird. Das Gute an der Blockchain ist aber, dass seitens der Anwender keine hohen Investments oder komplexen Programmiersprachen erforderlich sind: Inhaltliches Verständnis, ein oder zwei Software-Programme und etwas Rechnerkapazität reichen aus, um erste Use Cases oder Apps zu entwickeln und über eine eigene, unternehmensinterne Blockchain auszuprobieren. Je früher, desto besser!

Den Online-Artikel finden Sie hier.

Nunatak Networking Night: Artifizielle Intelligenz und echtes Feierabend-Bier

Nunatak Networking Night: Artifizielle Intelligenz und echtes Feierabend-Bier

Wem Begriffe wie industrial base, predictive maintenance und controlled environment nur ansatzweise etwas sagen, der hatte bei der Nunatak Networking Night am 11. Juli die Gelegenheit, sein Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Denn da trafen sich rund 100 Interessierte über den Dächern Münchens, um Vorträgen zu den Themen Internet of Things und Artificial Intelligence zu lauschen und wer angesichts dieser Anglizismen theoretische Abhandlungen und mögliche Hypothesen erwartet hatte, lag gottlob falsch.  Den insgesamt zehn Speakern gelang es, ihren Alltag mit diesen beiden Themen in der Praxis zu beschreiben: Auf der Bühne begrüßten wir Timo Bongartz (Specialty Lighting Innovation Manager bei Osram GmbH), Wolfgang Bosch (Business Development Executive bei IBM Watson), Sönke Bullerdiek (Vice President Business Development bei EyeEm Mobile GmbH), Guido Burger (Digital Transformation Executive bei Salesforce Dtl. GmbH), Marius Gerwinn (CEO & founder von fileee), Daniel Gillard (Project Manager bei Sensorberg GmbH), Daniel Kolvenbach (Vorstand von Signal Iduna Bauspar AG), Tommy Oehl (Principal von Vito Ventures GmbH), Christian Renz (Development Core Products (INST/ESW) bei BSH), Dagmar Schuller (Chief Operating Officer bei audEERING GmbH).

Was zum Beispiel hat Osram mit IoT zu tun? Die Antwort gab Timo Bongartz. Ziel des Unternehmens ist es, die Landwirtschaft zu digitalisieren. Mit spezieller Licht-Technik schafft Osram es, im geschlossenen Raum Pflanzen mit dem Licht zu beleuchten, das sie benötigen, um besonders geschmacksintensiv zu werden. Es geht um Effizienzvorteile gegenüber dem herkömmlichen Anbau. Die Pflanzen wachsen deutlich schneller und Pestizide werden erst gar nicht benötigt.

Christian Renz von Bosch stellte gemeinsam mit Guido Burger von Salesforce das Thema connected Building und eine Business-Variante zu Airbnb vor: Konferenzräume, die sich über eine eigens entwickelte App suchen lassen. Der Clou: Der georderte Raum wird genau den Bedürfnissen des Buchenden angepasst. Wie soll die Temperatur sein, wie hell das Licht, wie sollen die Jalousien eingestellt sein? All dies wird vorab über die App vorbereitet. Funktioniert jetzt schon, wie ein Live-Test vor Ort zeigte.

Stellvertretend für audEERING stellte Dagmar Schuller ein Intelligent Audio Engineering Tool vor. Dieses erkennt beispielsweise im Auto die Gemütslage des Fahrers, agiert dann wie ein Fahrassistent und kann so Unfälle vermeiden. Anhand eines Videos zweier Fahrer wurde das demonstriert. Obwohl der schlechtgelaunte Fahrer lachte und der gut gelaunte mit einem schlecht gelaunten Gesichtsausdruck fuhr, erkannte das Tool anhand von Geräuschen, Sprache und Bedingungen, die wirkliche Gemütslage. Das Tool lässt sich zum Beispiel auch in Call Centern einsetzen, um unzufriedene Kunden gleichmäßig unter allen Call-Center-Mitarbeitern aufzuteilen.

Das Motto Networking NIGHT wurde von uns durchaus ernst genommen, denn der letzte Vortrag endete um 22.30 Uhr. Davor, in der Pause und danach hatten die Teilnehmer dann bei einem kühlen Bier und leckeren Snacks  die Gelegenheit, sich über die Vorträge und auch mit den Speakern auszutauschen. Allen Beteiligten an dieser Stelle: Danke fürs engagierte Mitmachen. Wir sehen uns spätestens im nächsten Jahr, auf der Nunatak Networking Night 2018.

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